Samstag, 2. Oktober 2010

Whitsunday

Heute war also der Tag an dem wir eines der vielen Highlights in Australien sehen würde:
Die Whitsundays erwarten uns!! :) Leider sah das Wetter am frühen morgen nicht so gut aus,
als uns der Bus abholte und zum Hafen brachte. Es gab aber die Chance dass die Wolken
sich noch verziehen würden da der Wind diese Nacht sich zu einen Sturm entwickelt hatte.
Im Bus bereits wurden wir aufgeklärt, dass die Bootsfahrt nicht gerade sanft wäre sondern
wegen dem Wind uns Wellen bis zu 4m erwarten würden.
Da mir immer noch schlecht war von letzter Nacht war ich zu nächst unentschlossen, wollte
aber nicht als einzige zurück bleiben. Viele stornierten an diesem Morgen die Tour, was mir
auch noch ein mulmiges Gefühl bereitete.
Am Steg kam dann nach einer Stunde das so genannte Rafting Boat das einem Schlauchboot
mit Motor gleicht. 25 Personen gingen an jeweils eines der drei Boote.
Zu unserem "Glück" stellte sich heraus, dass wir mit der einzigen Frau des Unternehmens
fahren würden. Diese konnte wohl von Speed und Wellenreiten nicht genug bekommen,
denn bereits nach dem Start schrieh sie rum und tänzelte über das Boot bei einer Ge-
schwindigkeit von 80 km/h. Dummerweise hatten wir uns frewillig erklärt vorne Platz zu
nehmen. Wir mussten uns die ganze Zeit so krampfhaft festhalten um nicht heraus zu fliegen
bei dem Tempo und den Wellen. Auf Grund des Windes, der überwältigend war während
der Fahrt, konnte ich fast garnichts sehen. Unsere Augen kniffen sich so zusammen. Wir
befürchteten, dass wir eine Bindehautentzündung bekommen würden. Cappis und Sonnen-
brillen hatten ebenfals keine Chance. Nach ca. 20 min sah ich Tatjanas teure Brille im
hohen Bogen zur Sptze des Boots fliegen.
Nun flogen wir fast immer 2-3 m über dem Meer und stürzten in die Wellen, dass beim
Aufschlag unsere Rücken immer aufprallten. Ich kam mir vor wie beim freien Fall!!!
Kurzzeitig als wir zwischen den Inseln waren und es am extremsten war, hatten
Nadine und ich wirklich Todesängste. So etwas extremes hatte ich noch nie auf dem
Wasser erlebt und übertraf alles. Dennoch waren wir froh dass wir uns für diese Art
von Wassergefährt entschieden hatten, da die ganzen Sailing-Boote im 90 Grad
Winkel im Wasser hingen. Da hätten wir uns sicherlich alle übergeben.
Zunächst stoppten wir an einer kleinen Bucht, wo es windgeschützter und der
Wellengang nicht so krass war. Dort schnorchelten wir eine Stunde.
Dann hielten wir auf der Whitsunday Hauptinsel an und machten dort einen Bushwalk
auf eine Aussichtsplatform. Von hier hatten wir einen wundervollen Ausblick auf die
schnee weissen, puderzucker ähnlichen Sandinseln im Wasser und den Whiteheavenbeach.
Anschließend liefen wir etwas über den angeschwemmten Sand, der sanfter war als
unsere Hostelbetten :-P wie in einem Traum kam ich mir in dem Moment vor!
Nur leider wurde der Sturm immer heftiger und brachte mehr Wolken mit sich. Wir setzen
dann zum Whiteheavenbeach hinüber und blieben dort für 3 Stunden, bekamen etwas
Warmes zu essen und schliefen etwas am Strand. Dabei erlebten wir jeweils eine
halbe Stunde Regen und Sonne.
Auf der Rückfahrt bekamen wir dann die Auswirkunges des Sturmes richtig zu spüren.
Die Wellen waren gigantisch und durchnässten uns von oben bis unten. Immer wenn ich
wieder bereit war meine Augen zu öffnen, schlug eine neue Welle ein.
Ich glaube ich habe noch nie so ein ungenehmes Gefühl auf der Haut gehabt wie nach dem
Trip. Alles war salzig und brannte!!
Abends waren wir total müde und fertig. Wir wuschen mal wieder auf Risiko unsere
Sachen in den uralten Waschmaschinen und gingen früh ins Bett.
Am nächsten Tag hatten wir eine ähnliche Tour gebucht, die wir aber auf Grund des
stärker gewordenen Sturmes absagen mussten. Außerdem schmerzten unsere
Rücken von der Fahrt. Der Mann an der Rezeption berichtete uns nur kurze Zeit
später dass vor einem Jahr sich eine Frau schon einmal den Rücken gebrochen hatte
beim Aufprall auf das Wasser. Die Leute sind wohl nicht in der Lage das Wetter und
die Gefahren gut ein zu schätzen.
Wir jedenfals wollen die Tour nachholen wenn die Sonne wieder rauskommt..

1 Kommentar:

  1. kannst Du Dich noch an den Freizeitpark in Rust erinnern? Da haben wir Beide auch ganz vorn im Boot gesessen, und waren dann auch ganz schön naß als wir unten ankamen.

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