In der Nacht besuchten uns schließlich zahlreiche Tiere, darunter die größte Kakalake, die ich
je in meinem Leben gesehen habe. Leider sieht diese auf den Fotos kleiner aus als sie in
Wirklichkeit war. Da wir alle nicht mit dem Gedanken einschlafen konnten von einem Tier
bekrabbelt zu werden, fingen wir an alle Betten zu verschieben und jeden Zentimeter ab zu
suchen. Nach zwei Stunden war das Zimmer fast Ungezieferfrei. Die kleinen Motten und den
Frosch an der Tür ließen wir am Leben.
Die Mädels bauten sich eine Burg aus Tüchern um deren Schlafplatz zu schützen.
Neben den Geräuschen von Insekten war unsere Hütte unter einer Palme platziert, die wohl
gerne Kokusnüsse fallen lässt. Ich schreckte so oft nachts zusammen weil die Nüsse immer
mit Vollspeed auf das Holz knallten.
Völlig übermüdet wachten wir morgens in einer unerträglich heissen Bude komplett verschwitzt
auf. Nach einem langen Frühstück wollten wir ein uns ein kleines Inselauto ausleihen um die
Strände und Straßen alleine erkunden zu können. Doch der Bus fährt dort wie er will und zum
Ausleihen war es eindeutig zu spät. Man musste nämlich zu nächst mit dem Bus irgendwo
hin fahren das Auto abholen.
Wir beschlossen dann einfach mit einem Tagesticket mit dem Bus um die Insel zu reisen.
Am Straßenrand warteten wir in brütender Hitze auf dem Bus. Nach einer halben Stunde
und tausend Sonnenstichen mehr, kam schließlich einer, der aber voll war und weiter fuhr.
Nach weiteren 20 Minuten startete unsere Rundfahrt endlich. Die Insel ist so klein und
bewohnt, dass hier alles etwas ruhiger und gelassener abläuft. Die Busfahrer und die
Menschen, die anscheinend größtenteils nur zum Urlaub machen auf der Insel sind, sind
total gelassen und geduldig.
Ohne Plan (wie immer) wo wir aussteigen sollten, fuhren wir einfach drauf los. An irgendeinem
Strand, der uns von weiten gefiehl, stiegen wir aus. Es war ein wundervoller sonniger Tag am
Meer. Die meiste Zeit verbrachten wir aus Temperaturgründen im Wasser. Am Strand selber,
der ca. 3 km lang ist, lagen maximal 4 Personen.
Das ist Australien ;-)
Als wir gegen 4 Uhr zurückfuhren, entschieden Nadine und ich noch einen Aussichtspunkt
auf einem Berg zu besteigen. Leider hatte natrülich der Bus Verspätung und die Dame an
der Rezeption riet uns ab noch hoch zu gehen, da wir es nicht mehr im Hellen runter
schaffen würden. Ich war sehr enttäuscht, da ich mich auf den Sonnenuntergang gefreut
hatte.
Was wir am Abend gemacht haben, brauche ich garnicht mehr zu berichten. Das Paradies
schläft früh, da man vom Sonnenbaden meistens so müde ist =P
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