Um 5 Uhr morgens klingelte der Wecker. Ohne Worte nahmen wir unser Frühstück zu uns, machten uns ein paar Brote und verließen das Hostel. Mit dem Auto mussten wir eine halbe Stunde zur Ablegestelle der Fähre fahren. Es war morgendlich frisch, da die Sonne gerade erst aufging, als wir endlich auf dem 5km/h langsamen Wasserboot zur Insel hinüber plätscherten.
Auf der Karte hatte die Insel näher ausgehen bis wir schockiert vernahmen ,dass wir 45 Minuten brauchen würden um diese zu erreichen.
Zu Fuß mussten wir zu nächst den Autoverleih suchen, der etwas entfernt im Dschungel lag. Mit dem gemieteten 4WD Jeep hatten wir 12 Stunden Zeit die Insel alleine zu erkunden. Mit der absolut unübersichtlichsten schlechtesten Karte, die ich jemals in der Hand hatte, fuhren wir einach drauf los ohne zu wissen wo uns die steilen sandigen felsigen Wege führen würden.
Das Zentrum von Fraser besteht aus einem riesigen Nationalpark durch den man sich erstmal vorkämpfen musste um das östliche Ufer und somit das Meer zu erreichen. Man darf, besser gesagt -kann- gerade mal 30 km/h über die Insel fahren. Dabei befuhren wir die steilsten und sandigsten Wege und wurden durch ge-
schüttelt wie Popcorn in einer Popcornmaschine. Zu meinemm "Glück" kam hinzu, dass mein Gurt kaputt war und ich aufpassen musste mir nicht mein Genick am Autodach zu brechen.
Nach dem wir 3 Runden im Kreis gefahren waren, da die Beschilderung auf der Insel auch zu Wünschen übrig gelassen hatte, erreichten wir das erste Highlight der Insel: Lake McKenzie. Dieser See hat den weißesten Strand den man sich vorstellen kann. Wenn man am Strand sitzt, hat man beinahe das Gefühl im Schnee zu sein. Das Wasser ist zu dem glasklar :-)
Nach einer Stunde hatten wir allerdings genug, da es immer noch früh am Morgen war (wir hatten gerade einmal 8 Uhr), brauchten wir erstmal etwas Aktion um nicht ein zu schlafen.
Mit einigen Umwegen erreichten wir endlich mit unserem Jeep das Meer. Nun stand uns 100km befahrbarer 100m breiter Strand zur Verfügung zum Austoben. Es ist ein unglaubliches Gefühl grenzenloser Freiheit hier lang zu fahren. Dabei entdeckten wir das berühmte Maheno Wrack, die Champagner Pools und andere kleine Sehenswürdigkeiten.
Auf dem Rückweg steuerten wir noch Lake Boomanjin an, den ich unbedingt sehen wollte bevor wir Fraser verlassen würden. Der Weg dahin wurde allerdings zur Qual. Mehrmals blieben wir im tiefen Sand stecken oder konnten uns nur ganz langsam vorwärts bewegen. Für eine Strecke von 10 km brauchten wir über eine halbe Stunde. Hinzu kam, dass aufeinmal die Servolenkung vom Jeep nicht mehr funktionierte und das Lenken im tiefen Sand schier unmöglich war.
Als wir den See endlich erreichten, war uns bewusst, dass wir niemals die Fähre um 5 Uhr bekommen würden. Wir brauchten für den weiteren Rückweg von 25 km fast 1,5 Stunden und kamen total erledigt vom ganzen Rumgeschüttel am Hafen an. Die nächste Fähre legte erst (warum auch immer) um 21 Uhr ab, sodass wir 4 Stunden Zeit hatten uns in einem überteuerten Resort die Zeit zu vertreiben. Das einzig Postive dadran war, dass wir den Sonnenuntergang auf dem Meer beobachten konnten. Im Anschluss wurde es allerdings winterlich kalt.
Gegen 23 Uhr trafen wir endlich wieder im Hostel ein. Wir waren an diesem Tag fast 18 Stunden auf den Beinen gewesen, davon 14 Stunden auf der Insel und schliefen nach nicht einmal einer Minute ein.
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