Heute fuhren wir also hoch motiviert los nach Childers. Der Ort liegt etwas weiter im Landes-
inneren und führte von unserer eigentlichen Route ab.
Wir hatten eine zwei stündige Fahrt vor uns und natürlich schien in diesem Zeitraum ausnahmsweise
mal die Sonne. Im Auto war es so stickig und heiss, dass wir total geschwitzt im Touristeninformations-
zentrum ankamen. Blöderweise hatten wir uns genau an einem Sonntag überlegt Arbeit zu suchen.
Es gab also kaum Anlaufstellen für den heutigen Tag. Die Damen von der Info konnten uns daher auch
nur eine Nummer geben von Steve, der -angeblich- für die umliegenden Plantagen verantwortlich sei.
Das Telefonat war kurz und schmerzlos: Kommt morgen früh um halb 7 Uhr in die Chadricks Road mit
einem Hut und 4 Liter Wasser! , hiess es. Keine Auskünfte über die Arbeit und das Geld was wir dabei
verdienen würden.
Da das Navi die Straße nicht finden konnte, fragten wir nochmals bei den älteren Damen nach, die
nach stundenlangen Recherchen und Rücksprachen uns irgendwie den Weg erklären konnten.
Dabei waren die einzigen Hinweise: Kiefernbäume und Telefonmaste, als ob es diese in Australien
so gut wie nie geben würde ;-) Um die Lage etwas unter die Lupe zu nehmen, wollten wir
heute schon dahin fahren und gleichzeitig in der Umgebung nach einer Unterkunft suchen
Nach nochmaligen 50km kamen wir auf dem Feld,auf dem Tomaten angepflanzt werden,an.
Auf einem Parkplatz trafen wir sogar auf ein paar Leute, die gerade zu Mittag aßen. Wir wurden von
oben bis unten gemustert und mit Blicken getötet. Als wir uns dann endlich zu der Chefin durch gefragt
hatten, standen wir in einer Halle. Sie betäuerte keine Leute zu brauchen.
Nach einigem hin und her kamen wir endlich auf einen Nenner: Sie sprach von Packing und wir von
Picking. Mit letzteres habe sie garnichts am Hut und könne uns auch nicht weiterhelfen.
So mussten wir doch den nächsten Tag abwarten.
Auf dem Highway nach Bundaberg, der nächst gelegenen Stadt zu der Plantage, zielten wir den ersten
Caravan Park an, der sich als absolutes Drecksloch entpuppte.
Kurz vor Bundaberg fanden wir zwar ungepflegte aber günstige Zimmer. Dennoch wollten wir uns weder
mit der Arbeit noch mit der Unterkunft zu frieden geben.
In der Info in Bundaberg wurden wir weiter geleitet an die Hostels, die für Backpackerarbeit zuständig seien.
Nach dem wir erfloglos drei Hostels abegklappert hatten und entweder keinen antrafen oder weggeschickt
wurden, hatten wir die Schnauze voll. An der Hauptsstraße entdeckten wir einen weiteren Caravan Park,
den wir auf mein Bedrängen hin uns auch anschauten. Hier wurde uns ein kleiner Bungalow mit Küche,
Dusche und WC für einen super Preis angeboten. Ich war schon lange nicht mehr so glücklich und zu-
frieden mit unserer Unterkunft. Wir bezogen also ein kleines Häuschen nicht weit entfernt von der Arbeit.
Unsere Meinungen und Gedanken zu dem Thema waren abends dennoch geteilt, weil wir nicht im
geringsten wussten was uns erwartete.
Wir versuchten möglichst früh zu schlafen, so dass wir morgens alle aus dem Bett kommen würden.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen