Donnerstag, 23. September 2010

Nadines Geburtstag

Jaaa, es ist wahr. Nadine geht nun steil auf die 30 zu.. Nädein, wie sie hier zu Lande genannt wird, hat in der Nacht vom 22. auf den 23. September ihre zweite Null bekommen: 20 Jahre is´se nun.
"Happy Birthday" hiess es also um 00:00 Uhr an einem Mittwoch. Schlechter Tag um Feiern zu gehen also wurde dies auf den nächsten Tag verlegt.
Den Abend zu vor hatten wir es uns mal wieder gemütlich auf dem Sofa gemacht vor dem Fernsehr. Horrorfilme waren angesagt, obwohl man weiss, dass Nadine fast alle kennt, fanden wir doch noch einen im Programm, der auch für sie neu war: The last house on the left - Das letzte Haus auf der linken Seite. Dies klang soweit komisch bis wir feststellten dass wir auch so ziemlich das letzte Haus hier weit und breit sind.
Es war bereits dunkel draußen als also 4 Mädchen vor einem Fernsehr alleine im Wohnzimmer saßen; in einem fremden Haus abgelegen im Nirgendwo. Ich  muss nicht erwidern dass uns ab diesem Zeitpunkt alles unheimlich erschien. Selbst die sonst so ruhigen Hunde draußen bellten seltsamerweise alle 5 Minuten.
Wir hielten trotzdem durch. Um 12 Uhr standen sogar die Jungs nochmal auf um mit zwei Kerzen-bestückten- Torten hoch zu kommen :-) Wir hatten uns wirklich alle zwingen müssen wach zu bleiben da wir wie immer vom nichts tun total müde waren.
Bereits um 10 nach 12 Uhr schliefen wir alle tief und fest.
Heute, Donnerstag, war es nun an der Zeit noch einmal richtig den Geburtstag zu feiern. Ich hatte mich freiwillig erklärt mit dem Auto zu fahren, da die Diskos von unserem Haus 1-Std-Busfahrt entfernt liegen. Die Entscheidung sollte sich zu nächst rächen aber später als sehr sehr gut erweisen.
Nachdem wir tagsüber das erste mal an den Strand von Coolum gehen konnten, waren wir alle ab 5 Uhr besser gelaunt als die anderen Tage und startklar für den Abend.
Die Jungs hatten hinter dem Haus ein Lagerfeuer gemacht und spielten mal wieder Gitarre während wir alle anfingen vor zu trinken (außer mir). Nach nicht einmal einer Stunde waren alle betrunken und in Schreih-Laune. Da es hier keine Nachbarn gibt, sollte dies natürlich sofort aus vollem Halse ausgenutzt werden.
Später ging es drinnen weiter und ich muss echt sagen: Es war höllisch anstrengend und laut und nervig und...
:-P Ich bereute es mich als Fahrer gemeldet zu haben.
Den weiteren Abend war ich dann damit beschäftigt alle beisammen zu halten bzw alles zusammen zu sammeln. Der Alkohol hatte alle berauscht.
Die Zusammenfassung der Ereignisse:
1. Mein Name an Stelle von Nadines wurde vom DJ ausgerufen. Es hieß dann: Happy Birthday Lisa from Germany
2. Nadine verliert ihren teuren Ohrring -  Alle versuchen das Unmögliche und suchen auf einem Konfettiüberzogenen Boden einen klitzekleinen Ohrring in dem geringen Licht der Disko. Ohne Erfolg.
Danach wird jedem Securitymenschen und anderen Personal unsere Nummer gegeben im Falle dass sie den Ohrring finden (ich bin gespanntt)
3. Ich finde einen Roller und cruise am Meer entlang weil die anderen Stunden brauchen für einen Weg von 10m.
4. Es wird angefangen sich von Schuhen etc zu berfreien um ins Meer zu gehen aber keiner geht.
5. Wir verlieren uns und finden uns erst irgendwann am Auto wieder.
6. Nadines schwarze Jacke, schwarzer Kajal und der Ohrring sind am Ende des Abends weg.
7. Ich bin hellwach zu Hause da in den Diskos nur Redbull als Non-Alkoholisches Getränke angeboten wurde.

Trotzdem - Super Nacht... mit 1 Millionen neuen Mückenstichen B-)

Mittwoch, 22. September 2010

5 Tage einfach mal NICHTS tun

Seit Montag leben wir nun schon zu sechst in Shauns Haus und ich habe noch nie in meinem Leben so große Langeweile verspürt ;-)
In den letzten 5 Tagen hatten wir immer nur das Gelände verlassen um entweder Essen ein zu kaufen oder Essen zu gehen bei Mcces. Das war immer unser Tageshighlight, das sich auf maximal eine Stunde beschränkte.
Die andere Zeit verbrachten wir mit TV schauen, rumliegen, lesen, duschen.. also nichts Spektakuellen.
Am Dienstag hatten wir zunächst versucht unsere Wäsche zu waschen. Dies endete allerdings in einem Disaster. Die Waschmaschine war viel zu klein für unsere Sachen. Aber was nicht passte, wurde trotzdem noch in die Trommel gestopft da wir nicht unnötig viele Waschgänge machen wollten.
Nach der ersten Runde lief noch alles gut. Doch dann hatten wir wieder das gute alte Trocknerproblem, denn der Trockner hier ist mindestens aus dem 19. Jahrhundert und taugt zu nichts mehr.
Am Ende des Tages lagen also unsere Klamotten im ganzen Haus verteilt und in unserem Zimmer konnte man keinen Fuß mehr vor dem anderen setzen.
Der zweite Waschgang offenbarte dann das Unheil: Die Waschmaschine war zu voll und der Schaum trat an den Seiten heraus. Als wir dies bemerkten war schon die gesamte Waschküche unter einer Schaumschicht. Zunächst machten wir uns einen Spaß daraus alias Schaumparty aber schon bald bemerkten wir dass dies alles andere als lustig war.
Als wir die Tür der Waschmaschine öffneten, trat Literweise Wasser heraus.
Zusammenfassend: Unsere Klamotten waren noch nass und voll mit Seife,der Trockner funktionierte nicht und jeglicher Platz zum Trocknen der Sachen war aufgebraucht, der Boden war überschwemmt und die Maschine schleuderte immer mehr Wasser heraus .....und 20 % unserer Sachen waren/sind eingelaufen.
Shaun hatte von all dies nichts mitbekommen bis wir versuchten unsere Sachen auf der Wäscheleine zu platzieren und dabei auf der Wiese unsere farbenfrohen Socken verloren.
Der Anblick muss zu lustig gewesen, als dass er uns böse sein konnte.
Naja die restlichen Tage verliefen sonst immer gleich: Aufstehen, in den Pool springen und schwimmen, dann duschen und gammeln, gammeln, gammeln auf der Couch, der Veranda oder den Liegestühlen. Zumindest haben sich unsere Englischkenntnisse schon etwas verbessert, da wir hier viel Englisch sprechen mit Shauns Freunden.
Die Abende verbringen wir mit Gitarre spielen, singen, TV schauen und kochen. Ganz gemütlich als wäre jeder Tag Weihnachten ;)
Heute, also Donnerstag, gehen wir abends ausnahmsweise feiern, da NADINES Geburtstag ist.
Es war echt eine lustige Zeit hier in der Pampa. Ich habe jetzt genug Mückenstiche gesammelt um für den restlichen Aufenthalt in Australien mit Kratzen  und Jucken beschäftigt zu sein.
Es war eine Erfahrung wert hier eine Woche zu leben :-P

Montag, 20. September 2010

Irgendwo im Nirgendwo bei Irgendjemand.. ganz Netten

Shauns Haus
Heute war es an der Zeit in Noosa aus zu checken. Da wir über das Internet heraus gefunden hatten, dass bis zum nächsten Wochenende keine Besserung des Wetters in Sicht ist, lohnt es sich nicht weiter hier zu bleiben -leider- Noosa ist echt klasse.
Im Koalas drei Tage zu vor hatten wir Sam und Shaun kennen gelernt beim Feiern. Die ösi-Mädels kannten die zwei schon aus Byron Bay. Wir hatten uns untereinander sofort total gut verstanden und wurden sofort in Shauns Haus eingeladen.
Heute wollten wir die beiden nun besuchen fahren, weil es sowieso blöd gewesen wäre in dem Regen weiter zu reisen nach Hervey Bay. Shaun hatte uns zuvor mitgeteilt dass er immer erst gegen 17 Uhr zu Hause sei von der Arbeit. Nachdem wir also gegen 10 Uhr raus mussten aus dem Hostel, waren wir erstmal heimatlos und ziellos.
Wir verabschiedeten zunächst Philip, der weiter in den Süden reist um seinen Flieger in Sydney zu bekommen und sein Auto vorher noch auf dem Schrottplatz ab zu liefern. Da er nun noch aller Hand Sachen los werden muss, die er nicht mit nach Deutschland nehmen kann, hatten wir die Möglichkeit noch kurz in seinem Kofferraum zu stöbern. Dabei ergatterten wir Motoröl, ein Starterkabel und zwei Bücher, die ich eventuell anfangen werde zu lesen wenn das Wetter weiterhin so schlecht bleibt.
Kurz darauf machten wir, nun 4 Mädels, uns auf den Weg nach Coolum, wo Shaun wohnt. Der Kofferraum unseres Autos ist nun vorübergehend komplett ausgefüllt mit Taschen, Tüten, Decken, Schlafsäcken und alles was ein Backpacker eben braucht. Wie die Messis haben wir tausend Tüten, wo alles aufgeteit und geordnet ist. Es ist jeden Tag immer noch ein Wunder für mich wie wir trotz des ganzen Durcheinanders so gut zu recht kommen und alles wieder finden. Es muss halt alles immer an ein und dem selben Ort sein bzw jede Tüte erfüllt mittlerweile seine bestimmte Funktion (darünter Elektrotüte, Essenstüte, Duschzeugtüte...)
Wir fuhren gegen 11 Uhr von Noosa los zu Shauns Haus. Erst waren wir etwas misstrauisch gegenüber dem Haus, das er uns beschrieben hatte. Wäre das ganze uns nicht Geheuer gewesen, wären wir einfach weiter gereist.
Schließlich fanden wir das Haus im strömenden Regen an einem Highway im Wald.auf. Ziemlich abgelegen von der Zivilisation. Dennoch erschien es uns als "nett" und "süß" mit seiner weißen Farbe und der großen Veranda. Näher trauten wir uns allerdings nicht heran, da einige Hunde bellten.
Es war mittlerweile 12 Uhr und wir hatten noch 5 Stunden rumzukriegen in einem vollgepackten Auto mit einem monsum-ähnlichen Regen. Es hatte bereits seit 4 Stunden nicht aufgehört zu schütten.
Im Navi suchten wir nach einem Shoppingcenter in der Nähe, dass sich als 3 Buden- Raststätte herausstellte,
Etwas weiter entfernt fanden wir dann aber ein riesiges Center. Doch so wie es aussah,waren wir nicht die einzigen, die bei dem Wetter die Idee hatten in einem Shoppingcenter rum zu hängen. Das Parkhaus, das wirklich sehr sehr groß war, war komplett voll. Nach 10 mal hoch und runterfahren, hatten wir endlich Platz.
Bis 4 Uhr verbummelten wir im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit und fuhren dann auf direkten Weg zu Shaun.
Wie die Australier halt so sind, war/ist nun sein zu Hause auch unser zu Hause. Als Dankeschön kochten wir und aßen gemeinsam. Später spielte Shaun auf seiner Gitarre und wir sangen. Es wurde ein gemütlicher Abend mit Musik, Whiskey und viel Spaß.
Komisch ist es dennoch .wenn ich darüber nachdenke dass dieser Junge uns morgen alleine lassen wird, da er arbeiten muss. Dabei sind wir eigentlich Fremde. Aber Australier schenken eben jedem ihr Vertrauen.. Ich muss mich erstmal an so viel Gastfreundlichkeit gewöhnen. In Deutschland würde man so etwas nie angeboten bekommen. Hier allerdings (Doa.. wie die Österreicher sagen) ist dies der Normalfall..
Apropo. Unsere Sprache besteht mittlerweile aus einem Mix von Englisch, Deutsch und österreicherischen Dialekt. Aber es ist lustig und wir verstehen uns und das ist die hauptsache

Regen; die ganze Woche :(

Diese Nacht war mal wieder von besoffenen Schnarchereien geprägt. Zu unserem Glück hatte
Nadine erst einen Tag zuvor Ohrstäpsel gekauft, die uns in einen tiefen Schlaf zurückgebracht
hatten. So unscheinbar wie die zwei Personen in unser Zimmer kamen nachts; so leise
verschwanden sie morgens. Dennoch herrschte bereits um 7 Uhr in unserem Hostel
eine Geräuschkulisse, als wenn man auf Safari sei.
Der Tag begann trotzdem für uns erst gegen 11 Uhr, da wir zu faul waren auf zu stehen. Den
Regen den wir hörten motivierte uns nicht zu einer einzigen kleinen Bewegung. Erst um 12 Uhr waren
wir fertig mit essen und anziehen.
Zusammen mit Philip erkundeten wir den Noosa Nationalpark und den Mainbeach. Bei
Regen sieht allerdings alles gleich aus in Australien. Deshalb waren wir schnell desinteressiert
und bummelten lieber noch etwas durch die Einkaufsstraße, die maximal 100 m lang ist.
Später fuhren wir noch zur Sunshinecoast, die überraschenderweise gefüllt war von
Surfern und anderen Spaziergängern.
Wieder im Hostel machte ich mich erstmals daran Karten zu schreiben. Es
war einer dieser Tage, an dem man nichts machen konnte. Zu gern hätten wir
uns mal wieder an den Strand gelegt und gesonnt. Doch laut Wetterbericht soll es bis zum
nächsten Wochenende so bleiben.
Abends beschlossen wir seit langem mal wieder zu kochen: Nudeln mit Soße. Simple, schnell
und immer lecker ;-) Backpackeressen halt !!!! (neben Mcces und Subway)
Im Hostel nahmen wir dann noch mit ein paar Schweizern an einem Quiz teil, das ungefähr
zwei Stunden dauerte. Da die Hostelbar schon im 10 Uhr zu machte, saßen wir nur
noch etwas auf der Terasse mit ein paar Leuten.
Insgesamt verlief der Tag eher unspektakulär. Ich fand es dennoch beinahe schade am
nächsten Tag wieder ab zu reisen. Noosa ist echt eine wunderschöne Gegend.
Auf unserer Rückfahrt werde ich mich am meisten darauf freuen nochmal den Strand hier
an zu steuern...
 

Samstag, 18. September 2010

Ein Zoo und keine Steckdosen

Nachdem ich nachts noch aus dem Hostel vertrieben wurde, da meine Stimme wohl nicht
leise genug war für die hellhörigen Wände, schliefen Nadine und ich erst spät ein.
Hinzu kommt dass das Hostel in dem wir uns jetzt befinden (ich erinner 1800 gebaut) über
gerade mal 4 Steckdosen für das ganze Haus !!!! verfügt. Diese Steckdosen sind nun hier
im Dauereinsatz und beinahe unmöglich in Anspruch zu nehmen. Es sei denn man möchte
seine Haare föhnen. Achja. Es gibt dann auch noch die Art von Mädchen, die uns heiter
berichten dass sie ins Outback fahren wollen und dann aber nur eine elektrische Zahnbürste
dabei haben, die irgendwie den ganzen Tag laden muss :@
Aufjedenfall haben wir nachts dann einfach noch unsere Cam für eine Stunde in die Steckdose
gesteckt um am nächsten Tag bei unserem Ausflug Fotos machen zu können. Wir mussten
uns fast zwingen wach zu bleiben um sie wieder rein zu holen.
Nach gefühlten 2 Stunden Schlaf wurden Nadine und ich dann erstmals hier von unserem
Wecker geweckt, um genau 7 Uhr. Ich hatte echt einen fiesen Kater und garkeine Lust mich
zu bewegen und das genau an einem Tag wo uns ein langer Fußmarsch erwartete.
Um halb 9 Uhr fuhren wir in den Australien Zoo. Der Zoo gehört der Familie Irwin,
bekannt aus Crocodile Hunter (Steve) und ist in Australien der anerkannteste von allen.
Die Busfahrt wurde bei mir von Übelkeit geprägt.
Um 10 Uhr erreichten wir endlich das Tor und hatten ab diesem Zeitpunkt 6 Stunden Zeit
uns alles an zu gucken ehe wir wieder abgeholt wurden.
Die ersten 3 Stunden waren dann mehr oder weniger okay aber irgendwann konnten wir
einfach nicht mehr: Wir waren sooo müde und erschöpft vom gestrigen Abend!!
Zu meinen Kopf schmerzen trug dann auch noch die Tochter von Steve, Bindi, bei da sie
bevor die eigentliche Krokodilschau los ging, mit einer Life-Performance auf einer Bühne
tanzte und sang. Sie wird hier in Australien mehr gefeiert als Hannah Montana.
Wir konnten ihre Stimme und ihre Songs über die Tiere nicht mit anhören.
Nach einer halben Stunde wurde dieser Horrotrip endlich beendet und die Show bekann
mit Terry (Frau von Steve). Es war atemberaubend wie alle Mitarbeiter mit den Reptilien
umgingen. Nadine und ich hatten Gänsehaut und totale Angst dass irgendetwas passiert,
da die Krokodile unerwartet schnell waren.
Unsere Nerven hatten dann allerdings erstmal genug Adrenalin um weiter durch den Zoo
zu laufen.
Dabei streichelten und kuschelen wir mit Kängerus und Koalas, sahen aller Hand
Schlangen und andere für uns total unbekannte Tiere.
Nach einer letzten Tigershow waren wir dann endgültig am Ende unserer Kräfte. Auf der
Busfahrt zurück schliefen wir schon bevor der Bus losfuhr ein. Im Hostel wartete nur noch
unser Bettchen und eine Dusche. Zum Glück können wir morgen ausschlafen.

Österreich und Deutschland wieder vereint :)

In dieser Nacht habe ich so gut geschlafen wie noch nie zu vor in Australien. Da wir aber
um 10 uhr auschecken mussten, wurde mein Tiefschlaf unterbrochen.
Es war natürlich klar gewesen, dass wenn man sich einmal nicht den Wecker stellt, da man eh
immer gegen 8 Uhr wach wird, verschläft. In Trance suchten Nadine und ich das Bad auf um im
Tempo einer Feuerwehr zu duschen, uns an zu ziehen und danach zu essen. Um genau
10 Uhr waren wir fertig..
Da wir am Tag zuvor ein paar Kosmetikschnäppchen in einer Drogerie entdeckt hatten,  mussten wir die Gelegenheit aus nutzen um uns noch schnell mit Zahnbürsten Creme & Co ein zu decken. Kosmetikprodukte in Australien sind zu echten Luxusgütern geworden für uns.
:-) glücklich über die neuen Errungenschaften machten wir uns endlich auf den Weg
nach Noosa Head. Hier überraschte uns ein süßes kleines Holzhäuschen von 1827, das nur
50 m vom Meer entfernt steht und eine riesen Terasse hat mit Couchen.
Das erste mal seit Wochen erwartete uns sogar ein Zimmer für uns alleine. Da das Nutella
wie schon zum 20. mal in diesem einen Monat alle war zog es uns direkt zum Coles ein
paar Straßen weiter.
Auf dem Hinweg kam dann die riesen Überraschung; ein Auto hupte, hielt an und wir
hörten: "DEUTSCHLAND" in unserem geliebten österreicherischen Dialekt =)
Die zwei Mädels, die wir zuvor in Byron Bay kennen gelernt hatten und in Surfers wieder
getroffen hatten, waren einfach an uns vorbei gefahren irgendwo in einem Kaff namens
Noosa Heads. Es war dann auch kein Zufall mehr, dass die zwei sogar nur ein Zimmer
neben uns wohnen.
Wir verabredeten uns sofort erst mal für den Abend.
Um 18 Uhr gab es in der Lobby einen Willkommens-Wein. Dabei lernten wir noch einen
weiteren Deutschen kennen, der sich uns für die geplante Kneipentour anschloss.
Zu der Nacht kann ich nur noch wenig berichten an dieser Stelle: Bereits um 8 Uhr
sprangen wir heiter durch die Straßen und tanzten kurz darauf fröhlich in einer Disko. Da
wir so viel Spaß hatten, lernten wir auch direkt viele neue Leute kennen sodass wir am
Ende eine ziemlich große Gruppe waren.
Besser als Brisbane, besser als Sydney - Noosa hat uns echt überrascht mit seiner Party-Meile :)
 
 

Brisbane-Schade

Nachdem sich heraus gestellt hatte, dass sich ausschließlich Deutsche in unserem Hostel-
zimmer befanden, wurde die Atmosphere unter uns 6 gleich viel angenehmer. Dennoch
hatten Nadine und ich die erste Nacht in diesem Traumho(s)tel nicht gut geschlafen. Es war
warm, stickig und muffelig da der Platz den wir zur Verfügung hatten nicht sonderlich viel
war.
Trotzdem freuten wir uns auf der riesigen Dachterasse zu frühstücken. Das Wetter war
natürlich mal wieder (wegen der Abwechslung von Tag zu Tag) alles andere als gut aber
für unseren heutigen Plan war dies unwichtig.
Gegen halb 11 Uhr machten wir uns mit einem Kanadier im Schlepptau auf den Weg zur
City Hall am Kings Cross Square. Dort erwartete uns eine kostenlose Führung durch
Brisbane geleitet von einem gerade mal 20 Jährigen, der das ganze jeden Tag freiwillig
zu machen schien. Mit ungefähr 40 Leuten zogen wir los um die Stadt genauer
unter die Lupe zu nehmen und erfuhren dabei unglaublich viele interessante Dinge über
die Geschichte Brisbanes und Australiens.
Nach dem vierstündigen Marsch waren Nadine und ich total fertig, gingen aber noch
kurz in die Libary.
Wieder im Hostel wechselten wir nur unsere Kleidung um uns später Brisbanes Nachtleben
an zu schauen. Zuvor hatten wir bei der Führung ein Vapiano in der Einkausstraße ent-
deckt: Das war unser erstes Ziel.
Fast schon überfüllt und mit Magenschmerzen wollten wir eigentlich durch die Straßen
schlendern und ein paar Life-Bands zu hören ( an diesem Wochenende ist das
"Brisbane Festival" hier und angeblich so gut und aufregend)
Bis auf ein paar Straßenmusiker, Vorlesern und sehr sehr wenig Publikum war nichts
dabei was sonderlich beeindruckend war. Da wir aber sowieso geplant hatten, an einer
so genannten "Pub-Crawl" teil zu nehmen, störte uns das nicht.
..dass dann aber niemand erschien um diese Kneipentour zu machen, ärgerte uns endgültig.
Bereits im Hostel und am Nachmittag bei der Tour durch Brisbane
wurde ordentlich Werbung für den heutigen Abend gemacht. Nur zwei weitere Leute hatten
sich in die Startkneipe verirrt und waren genauso ahnungslos wie wir.
Wir beschlossen dann einfach nach einer Wartestunde selber los zu ziehen. Mit einem
Stadtplan bewaffnet und ungefähr einer Idee wo man hin gehen könnte bzw wo das
Party-Viertel ist, machten wir uns auf den Weg.
Schon unterwegs merkten wir wie wenig auf den Straßén los ist. In Valley angekommen,
bot uns die Umgebung eher ein "ernüchterndes" Bild : In der einen Bar war es zu laut um
sich zu unterhalten, in die andere kamen wir mit normalen Sachen nicht rein, in wieder
einer anderen war niemand.. usw usw. Hinzu kam dass überall nichts los war!!! Bis auf
ein paar betrunkene Halbwüchsige traf man keine Leute auf den Straßen an.
Nach zwei Gläsern in einer total leeren Kneipe strebten wir also schon unser zu Hause an.
Die Gesellschaft der zu vor kennen gelernten Deutschen hatte auch zu Wünschen übrig
gelassen. Blöder Abschluss eines sonst ganz netten Tages.

Mittwoch, 15. September 2010

Brisbane - einfach wunderschön !!!


Surfers P.

Es konnte nur noch besser werden an diesem Tag.
Das Pech klebte aber förmlich an uns in diesem möchtegern Paradies. Als ich früh aufwachte,
war es gerade einmal 5 Uhr und ich konnte kein Auge mehr schließen.
Auf der Terasse genoß ich dann den Sonnenaufgang und schlummerte noch etwas auf der Couch.
Nadine war mittlerweile auch wach geworden und gestand, dass sie mehr als die Hälfte der
Nacht damit verbracht hatte im Aufenthaltsraum rum zu laufen. Trotzdem waren wir einigermaßen
fit und frühstückten um halb 8 !!! -.-
Gerade als wir fertig wurden, ging ohne Grund die Feuersirene los und das nicht leise. Beinahe fluchtartig schnappten wir unsere Taschen, checkten aus und verschwanden von dem Gelände um Kaffee zu holen. Es musste so etwas wie ein Fluch über das Gebäude gelegen haben.
Nach 15 Minuten tauchten sogar zwei Feuerwehrwagen auf, die aber schnell wieder abfuhren
da die ganze Aktion ein Fehlalarm gewesen zu sein schien.
Mit dem Kaffee gingen wir dann an einen anderen Strand gegenüber von unserem Hostel und
nutzten die Sonne um Energie zu tanken für den hoffentlich angehmeren Tag.
Die Sonne schien heute beinahe unerträglich als wir in das überhitze Auto stiegen und los-
fuhren.
Ich freute mich richtig auf Brisbane. Die Bilder und Erfahrungsberichte hatten ein inneres
Feuer entfacht die Stadt genauer sich an zu schauen. Allein das Hostel ist der
absolute Traum!!! Nadine und ich fühlten uns sofort sauwohl. Einen Autoparkplatz haben wir auch
ganz einfach bekommen und alles sehenswerte erreicht man ganz locker zu Fuß :-)
Mit Badesachen bewaffnet steuerten wir direkt einen künstlich angelegten Badepark an
mitten in der Stadt (vergleichbar mit dem Rheinpark). Da es hier keinen Strand in der Nähe
gibt,sondern nur der Brisbane River durch die Stadt fließt, ist ein richtiges Paradies
aufgebaut worden mit Sand, Palmen und Seen.
Nach einer Stunde sonnen und baden, mussten wir allerdings bereits in den Schatten
flüchten da der erste Sonnenbrand sich bemerkbar machte. Die Strahlung hier ist echt
unglaublich aggressiv.
Wir schlenderten nun nur noch etwas durch den Park und gingen dann zurück zu unserem Hostel
wo uns am Abend Pizza erwartete.

Ein erneuter Aufschwung ist in Sicht. Die ständigen Aufs und Abs halten uns in letzter Zeit echt auf Trapp

<>
Brisbane


Ich mag nicht Surfers Paradise ;)

Surfers Paradise erwartete uns heute. Klingt schön, sollter aber überaus enttäuschend werden.
Natürlich regnete es morgens, als wir das Hostel in Byron Bay verließen um noch eben in die
Werkstatt mit unserem Auto zu fahren: Die Scheinwerfer hatten uns nämlich die nächtlichen Ausflüge
äußerst erschwert. Auf der Autobahn und in allen kleineren Straßen konnten wir rein garnichts
sehen. Wir fuhren also seit 3 Wochen mit Nebelscheinwerfern durch die Gegend oder versuchten
uns als "Geisterfahrer" vorwärts zu tasten. Ich will nicht beichten wie sehr wir mit unserem Leben
da gespielt hatten..
Naja in der Werkstatt aufjedenfall kam dann heraus dass das von uns als Nebelscheinwerfer be-
nutze Licht unser richtiges Licht ist und das andere nur das Standlicht war :D
Ich muss uns an dieser Stelle verteidigen: Kein Mann konnte uns über die Lichter an unserem Auto zuvor
aufklären und wenn wir das "normale Licht" angemacht hatten, leuchtete bei uns ein blaues
Zeichen auf, das wir als Nebelscheinwerfer assoizierten.
Im Endeffekt hatte der Mechaniker einen "good job" getan und lachte mit uns über diese..
nun ja.. Dummheit :-P
Anschließend verabschiedeten wir uns von den Jungs und fuhren los an die 80 km entfernte
Gold Coast, die alles andere als goldig ist sondern eher eine Verwirrung von Straßennetzen
und Baustellen darstellt. Ich habe selten mich so schlecht in einer Stadt, trotz Navi, zu
rechtgefunden. Mit kleinen Schikanen kamen wir endlich auf der richtigen Straße des Hostels
an. Hostel ist an diesem Punkt auch zu viel gesagt. Eine absolute Bruchbude, die eher einer
Drogenhölle glich. Also hieß es alles nochmal zurück: Wir fahren wieder ins YHA, mit dem wir
vorher, ausgenommen von New Castle, nur gute Erfahrungen gemacht hatten.
Das nächste Problem war aber dieses YHA zu finden. Das Navi führte uns in einen
Themenpark wo wir eine halbe Stunde herumirrten und feststellten dass wir komplett
falsch waren. Wir mussten nun also die gesamte Straße selbst absuchen.
An dieser Stelle der Reise hatte ich das erste mal Lust alles hin zu schmeißen. Ich wäre
am liebsten einfach mit dem Auto zurück nach Sydney gefahren.
An einem Straßenrand entdeckten wir schließlich unser Ziel nach gefühlten Stunden. Das Hostel
glich sofort beim ersten Anblick einem unluxoriösen Motel. "Was solls.. " dachten wir, "Scheiß Unterkunft,
aber Surfers PARADISE"
Es war dann natürlich Ironie, dass wir in ein Zimmer gesteckt wurden mit einer total
zu gedröhnten Spanierin, die sich mit einem alten elkelhaften Mann vergnügte und
drei Asiaten, die kein Wort Englisch sprachen dafür aber wunderschöne asiatische Laute
herausbrachten. Richter -sorry- Abfuck war das alles!
Anfangs nahmen wir es noch mit Humor, als wir aber (da das Hostel irgendwo in der
Pampa war) mit dem Auto erneut in die Stadt fahren mussten, traf uns fast der Schlag.
Parkplätze scheinen hier Mangelware zu sein. Aufgeladen und fertig mit der Welt
stellten wir das Auto an den Mainbeach, den man aber momentan nicht erreichen kann
da alles eine Baustelle ist. Schadeeeeeeee.
Die Innenstadt bestand dann aus einer Einkaufsstraße, ein paar abgespacten Geschäften
und Fressbuden. Das war alles mehr als unbefriedigend. Wir wollten weder in der Stadt
noch in dem komischen Hostel sein am Ende des Tages. Dieser Ort war das absolute
Grauen.
Den Abend verbrachten wir dann zu nächst bei Mcces, dann mit ein paar unsympatischen
Engländern in einer Kneipe und anschließend mit zwei Österreicherinnen in einem Irish Pub
in der Stadt.
Da wir aber die Nacht nicht in diesem chaotischen Zimmer verbringen wollten, nutzen wir die
Gelegenheit eines offenen leeren benachbarten Raumes. Das Glück schien ausnahmsweise
mit uns zu sein. Später stellte sich aber heraus, dass der Raum nur frei war, weil man die Tür
nicht mehr schließen konnte.
So schliefen wir mit unseren Rucksächen unter dem Arm in dem leeren Zimmer und hofften
dass wir nicht bestohlen werden.

Regen sucks..

Der Plan für den heutigen Tag war im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser gefallen. Als ich
morgens die Gardinen zur Seite schob, blendete mich nicht die Sonne sondern ein grauer
Himmel. Zuvor waren wir bereits von der dämlichen Müllabfuhr, einem lauten Telefonklingeln und
Tauchern im nahe gelegenden Pool geweckt worden: Insgesamt war es also ein super Start in
den Tag.
Da wir aber die Surfbretter für 24 Stunden ausgeliehen hatten, fuhren die Jungs zum Strand um
die wirklich schlechten Wellen aus zu nutzen. Keine Chance die Tagesstimmung zu verbessern.
Das Tagesziel hieß also heute mal wieder nichts tun ;-) Wir schlenderten lustlos durch die
Straßen, gingen in jeden Laden, tranken Kaffee hier und dort und kauften uns am Ende aus
Frust Klamotten, die allerdings auch nicht wirklich befriedigend waren.
So schafften wir es irgendwie dass es 14 Uhr war. Die nächste Stunde gehörte
unserem geliebten Supermarkt Coles. Die Entscheidung über das heutige Abendessen fiehl
uns auch nicht leicht. Ich bekam fast Frostbeulen, weil wir so lange in der Nähe der
Kühltruhen und -Schränke uns aufhielten. In die Schläfrigkeit und Langweile hinein
wurden wir plötzlich von drei in Ganzkörperanzügen gekleideten Personen erschreckt, die
tänzelnd um uns heraumtaumelten und Leute ärgerten. Die sahen aus wie die
Bluemangroup --> mich beeindruckt echt fast garnichts mehr in Australien! Selbst wenn wir uns
unnormal und daneben benehmen, sind wir die ziemlich normalsten Menschen die hier rumlaufen :D
Die Beute für das Abendbrot war zum Glück vielseitiger als sonst. Genug Zeit zum Kochen hatten
wir ja.
Im Hostel zurück hangen wir wiederrum nur rum. Der eine spielte Gitarre, der andere schlief und
der nächste starrte Löcher in die Luft......... Die Zeit wollte einfach nicht vergehen ^^
Irgendwann beschlossen wir einstimmig mit dem Kochen an zu fangen da man ja aus Langweile
immer gut essen kann.
Der restliche Abend blieb unkreativ und monoton. Nach dem Abendbrot saßen wir noch bis in die
Nacht hinein zusammen und quatschen mal wieder über 1000 Sachen. Insgesamt wurde es
ein lustiger Abschied. Am nächsten Tag sollte es weitergehen
 

Sonntag, 12. September 2010

Outbed - Steine lutschen und Pfefferblätter essen

Um bereits halb 8 Uhr morgens wurden wir von der Sonne im Auto doch irgendwie geweckt. Wir konnten uns kaum bewegen so eingefroren und verspannt waren wir. Nadine spazierte erstmal eine Runde durch die Gegend.Ich hingegen legte mich einfach vor das Auto auf meine Windjacke und wärmte mich in der Sonne auf. Meine Beine waren wie taub und gelähmt.
Um 10 Uhr wurden dann auch endlich die Jungs neben an wach in ihrem Luxus-Van mit  Matratze....;-) Fast schon schläfrig fuhren wir zurück nach Byron Bay zum Strand um zu frühstücken.Die Sonne verbrannte dabei noch unsere Rücken und gab mir beinahe den Rest. Mittags konnten wir endlich zurück zu unseren geliebten Hostel mit den tollen Betten. Hier zogen wir uns erstmal einen Bikini an und freuten uns auf den ruhigen Tag am Strand. Mit Surfbrettern und Body-Boards bewaffnet fuhren wir endlich auch mal schwimmen. Obwohl das Wasser noch eisig ist, belebte uns die Bewegung auf den Wasser. Nadine versuchte sogar erstmals zu surfen während ich vorerst nur zu schaute da wir nicht genug Bretter aus geliehen hatten (ich bin morgen dran) =)
So verging der Tag am Strand wir im Urlaub: rumliegen, sonnen, Musik hören und ab und zu ins Wasser gehen d.h. Erholung pur!!! Morgen wird diese Art der Tagesbeschäftigung fortgesetzt da wir Dienstag weiterreisen nach Surfers Paradise und Brisbane...

die Nacht im Kühlschrank

Sonnnneeeeeeeeeee.. :-) als wir morgens die Gardinen zur Seite zogen und die ersten Strahlen ins Zimmer fiehlen, waren wir sofort hell wach. Der Regen vom Vortag war komplett verzogen und der blaue Himmel war das erste mal seit wir hier sind wolkenlos. So schnell waren wir noch nie aufgestanden und fertig gemacht für den Tag. Nach einem langen ausgewogenen Frühstück mit vier Toast!! machten wir uns endlich auf den Weg zum östlichsten Punkts Australiens - die einzige Sehenswürdigkeit die Byron Bay zu bieten hat
neben einem wunderschönen Mainbeach und einer süßen Einkaufsstraße.
Das Lighthouse an der Klippe unseres Ziels liegt auf einem hohen Berg auf den man mit dem Auto fahren sollte aber nicht muss. Da die Jungs aber natürlich zu faul waren zu Fuß zu gehen und uns vorher garantiert hatten, dass der Weg viiiiiiiiiiiiel zu steil und weit sei, musste unser guter Ford mit der Steigung zu Recht kommen, die allerdings nicht sooooo beeindruckend war im Endeffekt ;-)
Dieser Leuchturm war nun auch endlich mal ein richtiger Leuchturm. Sonst glichen die Leuchttürme immer mehr einer simplen Lampe an einer Klippe.Nachdem wir einige Zeit die Aussicht genossen und die zahlreichen Wale bestaunten, die immer wieder aus dem Meer heraus kamen, gingen wir einen kleinen Pfad nach um zu einem abgelegeneren Strand zu gelangen. Hier war es echt traumhaft! Die Jungs beschlossen sogar ins Wasser zu gehen während wir nur am Strand lagen und die Ruhe genossen für einen Moment.
Gegen Nachmittag verließen wir dieses kleine Paradies mit den vielen Delphinen und liefen zurück zum Auto um im Woolworth uns das erste Eis hier in Australien zu gönnen. Ich habe mich so sehr belustigt in einem Kofferraum auf einem vollen Parkplatz ein Magnum zu essen und dabei von bekifften Straßenmenschen angestarrt zu werden....... =P
Daraufhin setzten wir uns noch eine Stunde in den Park am Meer um spanischer LifeMusik zu zu hören, die mir gehörig auf die Nerven ging nach einiger Zeit. Um 5 Uhr war es dann auch endlich spät genug um Abendbrot zu machen. Das muss ich an dieser Stelle mal erklären mit dem Essen: In Australien geht die Sonne zwischen 4 - 5 Uhr auf und gegen 17 Uhr unter. Das sind für uns Europäer komische Sommerzeiten. Die besten Sonnenstunden um sich zu bräunen gehen also morgens schon um 9 Uhr los und enden um 12 Uhr mittags. Alles was danach kommt ist kühler und die Sonnenstrahlen schwächen ordentlich ab.
Man wird in der Regel gegen halb neun Uhr wach und geht abends schon gegen 10 Uhr schlafen. Das ist voll kommen ungewöhnlich manchmal noch für uns. Alle Diskos und Bar haben auch schon um
3 Uhr zu und bereits um 1 Uhr Einlassverbot aber so weit sind wir noch nicht gekommen ;)
Wir frühstücken also immer schon zwischen 9-10 Uhr und versuchen dann erst wieder gegen 17 Uhr
Mittag und Abendbrot zusammen zu legen. Das spart Geld und Zeit. hihi.
Das Essen machten wir heute ausnahmsweise mal an einen der praktischen BBQ Grills, die die Australier über alles lieben und zu genüge ausnutzen. Man findet diese Grills fast alle 100 m und kann sie so viel und lange benutzen wie man will. Wir machten uns leckere Hamburger und tranken dazu ein paar Bierchen.
Diese Nacht hatten wir nun auch ausgewählt um das erste mal im Auto draußen zu schlafen. Aber leichter gesagt als getan ^^ Das erste Problem: Man kann nirgends über Nacht das Auto stehen lassen da Polizisten durch die Straßen gehen und heimliche Autoübernachter verteibt. Darauf hatten wir keine Lust. Das nächste Problem war neben dem Parkplatz außerdem eine Toilette in der Nähe zu haben da Nadine nachts meisten raus muss. Die meisten öffentlichen Toiletten werden allerdings abends abgeschlossen.
Nachdem wir fast eine ganze Stunde durch die Gegend gefahren waren - ohne Erfolg -, beschlossen wir
die 19 Minuten Weg auf uns zu nehmen und an einem Rastplatz zu bleiben. Es war eisig kalt draußen!!!!!
Im Dunkeln stellten wir unter einer Straßenlaterne Camping-Tisch und Stühle auf und tranken den guten
Jägermeister um besser schlafen zu können.
Naja..die Nacht war der Horror und kein Alkohol der Welt wäre eine Hilfe gewesen sie angenehmer zu empfinden. Es war hart, unbequem und kalt wie in einer Tiefkühltruhe. Nadine und ich schafften es maximal für 3 Stunden zu schlafen (wenn überhaupt) -->ganz ganz fiese Nacht und vor erst niiiiiiiiiie wieder.

Freitag, 10. September 2010

400 km - 7 Stunden - "vooooooll" Byron Bay

Kurze Zusammenfassung der letzten Tage:


Donnerstag morgen war es endlich an der Zeit die kalten Nächte hinter uns zu lassen und von Port Macquarie weiter nach Byron Bay zu reisen. Coffs Harbour steuerten wir garnicht erst an, da viele Aussis uns davon abrieten. Die Strecke umfasste nun ca. 405 km und sollte in 5 Stunden machbar sein. Bereits nach den ersten 100 km, die ungefähr 2 Stunden dauerten, stellten wir fest, dass 400 km auf Australien´s Autobahnen ("..") sehr sehr lang sein können. Eine Baustelle nach der anderen, einspurige Fahrbahnen und eine Höchstgeschwindigkeit von 110 Std/km zogen jeden Km wie Kaugummi  ins Unendliche. Zuletzt mussten wir auch noch 50 km hinter einem Laster hinher tuckeln, der ein ganzes Haus vom einen Ort zum anderen verlagerte. Im Endeffekt brauchten wir geschlagene 7 Stunden und kamen heilfroh endlich hier an.
Bereits bei der Fahrt stellten wir fest wie warm es doch im Norden bereits im September ist. In Byron Bay traf uns fast der Schlag als wir das Auto verließen. Wir fühlten uns nach den letzten kalten Nächten wie in Afrika. Der Wind ist hier keine Plage mehr sondern eher eine super Abkühlung.
In unserem Cape Hostel angekommen, verloren wir natürlich als erstes wieder unseren Zimmerschlüssel. Bei so vielen Taschen und Tüten geht eigentlich bei so ziemlich jeder Ankunft irgendetwas erstmal flöten. Nach ungefähr 1 Stunde Aus- und Einpacken sämtlicher Gepächteile tauchte der Schlüssel aber iwie wieder ans Tageslicht.. Schwein gehabt =P
Als wir endlich alles verstaut hatten im Zimmer, hatten wir echt für nichts mehr Nerven und liefen erstmal Richtung Strand. Hier hatten wir uns bereits mit Chris und Jannes verabredet, die wir aus Deutschland schon kannten und nun quasi unsere Wege kreuzten. Die zwei fahren die selbe Strecke wie wir, sind allerdings im Norden gestartet. In einer Pizzabude gab es natürlich aller Hand Gesprächsstoff, den wir später in einem gemütlichen Pub mit Lifeband fortsetzten. Wir tauschten Erfahrungen und Erlebnisse aus und lachten gemeinsam über die guten und schlechten Zeiten die es hier gibt. Dabei mussten Nadine und ich feststellen wie viel wir eigentlich schon innerhalb der 3 Wochen erlebt haben,wie viele auf und abs man hatte und was Australien einem eigentlich bietet. Der nächste Tag wurde natürlich sofort verplant, da die Jungs schon einmal hier waren, konnten sie uns einiges empfehlen. Doch leider machte uns mal wieder das Wetter ein Strich
durch die Rechnung. Im Hostel nachts ankommend startete der Regen und sollte bis zum nächsten Abend nicht mehr wirklich aufhören..

Als wir am Morgen aufwachten und die Gardienen öffneten, sah der Himmel genauso aus wie am Abend zu vor. Die grauen Wolken waren dafür genug Motivation mal einen Waschtag unserer Klamotten ein zu legen.
Nach dem Duschen trafen wir uns mit den Jungs zum Frühstücken um anschließend etwas durch die Straßen zu schlendern und im Woolworth einzukaufen. Zum Abendbrot hatten wir uns nämlich
ein absolutes Highlight überlegt: Nudeln mit Soße und Fleisch :)
In einer Post erhielten wir nach einigen Missverständnissen auch endlich eine SIM Karte mit der man nach Deutschland telefionieren und schreiben kann. Aber wenn man dann die Karte hat, heisst das natürlich noch lange nicht dass man sie benutzen kann. NEIIIIIN!! In Australien mussman grundsätzlich alles und jeden Scheiß aktivieren und anmelden und bla bla bla.. Das nimmt dann meistens auch noch mal so 2 Stunden in Anspruch. Total ätzend meistens, weil man nie die Garantie hat dass es auch funktioniert und da hier eh alles etwas ruhiger und gelassener ist, kann so einiges auch mal eben 2-3 Wochen dauern :S
Wie auch immer.. Gegen 5 Uhr war alles erledigt und der Tag schon wieder halb vorbei. Als dann die Sonne noch etwas raus kam, legten wir uns gemütlich an den Strand und schauten den Surfern zu. Gegen Abend machten wir uns dann in der Hostelküche breit und kochten. Das Essen war echt der Himmel auf Erden. Ich vermisse hier echt so simples Essen dass ich in Deutschland zuvor 5 mal die Woche gegessen habe :-/ Subway und Mcces sind hier unsere Stammrestaurants da normale Menüs wirklich nur einmal die Woche finanziell tragbar sind.
Aus dem gemütllichen Abendessen zu Viert wurde später noch eine richtig große Runde mit zahlreichen Deutschen, die auch hier rumreisen. Gegen 10 Uhr zogen wir dann noch in ein Pub und ließen den Abend ausklingen.
Ich muss echt sagen: Byron Bay ist bis jetzt richtig Top. Ich glaube wir werden auch noch ein paar Tage länger hier verweilen ehe wir die Party-Meile "Surfers Paradise" ansteuern...

Mittwoch, 8. September 2010

das erste mal Regenwald & Koalas

Die Nacht war wieder unglaublich kalt gewesen, als wir früh wach wurden und kaum die Augen öffnen konnten vor angeschwollenen Augen. Ich musste mich dennoch zwingen auf zu stehen um die gefühlte 250 km entfernte Toilette auf zu suchen. In der morgendlichen Frische stapfte ich also querbeet über den Campingplatz und hätte mit meinem Gesicht Kinder verscheuchen können, die schon um 9 Uhr auf dem Spielplatz waren.
Der Trost für die schlechte Nacht sollte dann das Frühstück sein. Die Einkäufe am Tag zuvor boten uns ausnahmsweise mal ein ausgewogeneres Essen mit sogar Erdbeeren, Milch!!! und leckerer Gurke :-)
Nach ungefähr 1 Brot fühlten wir uns dennoch schon papp satt. Unsere Magengegend muss in letzter Zeit echt auf das kleinste geschrumpft sein. Der BreakfastJuice, der mehr nach Affen-Kotze schmeckte, ging allerdings noch runter. Zu unser Freude schien heute wenigstens die Sonne.
Paradoxerweise haben wir unsere letzten beiden Touren in der falschen Reihenfolge geplant: der Coastelwalk gestern war eher von Regen betrübt und heute erwartete uns im Gegenzug der Regenwald mit Sonne :-p
Nicht weit von dem Campingplatz entfernt kann man hier noch einen unangetasteten Regenwald besichtigen, den wir uns natürlich nicht entgehen lassen wollten.
Ein Mann, der freiwillig als Guide - Führer arbeitet, zog also mit uns los und berichtete echt super spannende Sachen. Die Aboriginies hatten wohl alles genutzt was so ein Wald zu bieten hat. Jeder Baum, jeder Busch und jedes Tier hatte also so seine Bedeutung. Der subtropische Regenwald war dennoch anders als ich ihn mir vorgestellt hatte: statt feucht war er trocken und morsch. Man konnte kaum ein Lüftchen spüren und die Tiere stecken wohl auch noch im "Winerschlaf" denn man hörte nicht einmal Vögel..
Im Anschluss genossen wir den blauen Himmel und die Sonne im Park. Wir schalteten richtig ab und tankten Energie für die kommenden Tage.
Gegen 15 Uhr gab es endlich die lang ersehnte Koalafütterung im Koala Hospital. Eine lustige Frau erzählte uns dabei zu jedem Koala seine Geschichte.
Obwohl die grauen Tiere echt süß sind, stinken sie wie die Hölle. 
Nadine die vor Beginn sich noch eine Banane reinwürgte, lief nun schon geschlagene 2 Stunden mit der Schale durch die Gegend. Man muss sich die Orte in Australien so vorstellen: Überall ist es super sauber und gepflegt und geputzt, sogar auf den öffentlichen Toiletten, die es hier alle 150 m gibt aber trotzdem kann man auf den Straßen weit und breit keinen einzigen Mülleimer sehen !!!!!!!!!!! :-O
So wurde die Schale mit dem Auto zurück zum Platz und später zum Essen in einen Imbiss getragen wo sie endlich das Zeug loswurde :D <--- werde ich Nadine ewig hinterher tragen die Geschichte!!
Nun haben wir mittlerweile fast 8 Uhr und ich kann euch nicht sagen wo die letzten 3 Stunden geblieben sind.. aber das passiert hier mittlerweile zu oft. Iwie bewegt man sich mit den Einbewohnern hier, macht alles gemütlich und ruhig ehe in Deutschland wieder der Stress los geht -.-
<>
die Banane

.. auch liebevoll Port genannt


Wie fange ich an.. Also da waren einmal so zwei Mädchen die nach Australien kamen in der Hoffnung hier das Abenteuer ihres Lebens zu erleben. Das natürlich alles mit Sonne, Strand, Meer, gute aussehenden Surfern und wilden Partys.
Doch momentan will das alles nicht so ganz statt finden wie wir uns das gedacht hatten. Es ist schon beinahe schwierig und eine Herausforderung tag ein tag aus alles zu planen nie mit Gewissheit, ob es genauso eintrifft wie wir wollen ob Zimmer frei sind, ob das Wetter mitspielt oder das Geld, ob Leute da sind.. usw
Heute früh sind wir mit der Hoffnung los gefahren in Port Macquarie auf die erste sonnenreiche wunderschöne Stadt zu treffen, statt dessen hängen wir gerade auf einem Camping-Platz wo sich anscheinend keiner hin verirrt hat außer wir. Bisschen einsam fühlen wir uns schon  momentan da auch bereits in PS nicht sonderlich viel los war.
Bei der Ankunft sah das Resort echt nobel aus. Modernes Campen oder so.. Trotzdem haben wir unser Zimmer in einem Bungalow für gerade mal 25 Dollar die Nacht bekommen. Die Sonne war trotzdem nicht da. Es sah sogar richtig nach Regen aus :-/ In der Küche trafen wir direkt auf ein deutsches Mädchen, das schon seit 6 Monaten in Australien lebt und sowohl Ost- und Westküste bereits gesehen hat. Sie war hier auf der Suche nach Arbeit, fliegt aber nun morgen schon weiter nach Alice Springs. Um erstmal ein Bild von der Stadt zu bekommen, nicht von diesem riesen Camping Territorium, liefen wir am Hudson River in Richtung Stadt. Der Fluss mündet genau hier im Meer und ist echt wahnsinnig breit.
Dort aßen wir zu Mittag gerade noch rechtzeitig, denn um genau 3 Uhr machten plötzlich alle Geschäfte zu. Nur der Woolworth hatte noch geöffnet wo wir mal wieder einkaufen mussten.
(ich muss noch erwähnen dass wir mittlerweile dreimal hin und her gelaufen waren, da zuerst eine Flasche in meiner Tasche ausgelaufen war, dann brachten wir das Essen zum Haus und danach gingen wir einkaufen und mussten die schweren Tüten ablagern)
Um nicht nochmal die gleiche Strecke ab zu laufen, entschieden wir den Coastel Walk zu bestreiten. Wir liefen mal wieder an wunderschönen Klippen und Stränden entlang allerdings sah alles mit den dunklen Wolken nur halb so toll aus. An der Spitze eines Berges konnten wir genau die Mündung von Fluss und Meer sehen und sogar Dephine beobachten die manchmal an die Wasseroberfläche kamen :)
Mitten auf dem Weg brachen wir unsere Reise ab da die Sonne unterging. Wenn hier um 6 Uhr die Sonne weg ist, ist es richtig schwarz draußen. So eine Dunkelheit habe ich auch noch nie in Deutschland mit bekommen. Später erfuhren wir dass die Strecke sowieso 4 Stunden gedauert hätte... ganz schön weit :P
Ansonsten bestritten wir unser übliches Abendprogramm und überlegen uns jetzt ob wir nicht einfach unser nächstes Ziel überspringen da Coffs Harbour ebenfals eher eine Kleinstadt ist und nicht viel zu bieten hat. Da kann man sich das Geld der Unterkunft sparen und sich schönere Sachen rund um Brisbane anschauen.. Wir schauen mal was die Spontanität morgen sagt.






Montag, 6. September 2010

"Nadine !! Was ist das für ein Vogel?" - "Ein dreister.."

leider war genau dann die Sonne weg
Diese Nacht war wohl die aufregendste, die ich bis jetzt hier auf diesem Kontinent verbracht habe.Gegen 4 Uhr morgens wurde ich nämlich von seltsamen Geräuschen wach, die ich zu nächst nicht orten konnte. Ich lag wie starr im Bett und traute mich nicht eine Bewegung zu machen. Nadine schlief tief und fest und wurde auch auf mein Rufen hin nicht wach. Als erstes ging ich davon aus dass iwo auf den Doppelstockbetten Ratten oder so sind, dann aber stellte ich zum Glück fest, dass das Tappeln nicht aus unserem Raum kam sondern vom Dach. Direkt über uns muss sich, ohne Quatsch, ietwas richtig großes bewegt haben. Es war so laut. Plötzlich fing dieses Etwas an zu kratzen und iwas mit den Pfoten zu machen sodass ich dachte dass das Dach gleich an jener Stelle kaputt gehen würde und das Tier fällt rein.Ich lag bestimmt eine ganze Stunde einfach nur wach da und hörte aufmerksam auf jedes Geräusch.
(...)
Am Morgen wurden wir von den benachbarten Mädels wach, die wohl schon ziemlich früh auf waren. Die Wände hier sind ziemlich hell hörig und man kann fast jedes Wort verstehen.Nachdem wir duschen waren, suchten wir die Küche, die mitten im Wald einfach frei an der Luft steht, auf. Als wir gerade dabei waren unser Brot zu toasten, nahmen wir laute Flügelschläge wahr und schriehen schreckhaft auf als sich ein größerer mir unbekannter Vogel vor uns setzte und scheinbar ganz tief in die Augen schaute. Bis dahin gefiel uns das Federvieh noch ganz gut, bis zu dem Moment als ich beim Essen kurz mein Brot ablegte um etwas zu trinken: in einem Sturzflug raste der Vogel auf mein Brot zu, schappte sich meine Wurst!!!!! und flog weg um diese dort zu speisen. Ich hatte mich echt zu Tode erschrocken und Nadine musste einfach nur lachen :O
Dabei ist abgepackte Wurst hier echt das teuerste Lebensmittel das man kaufen kann :@
Jetzt interessiert mich brennend was das für ein Vogel war. Das wird in Deutschland sofort untersucht. Hier habe ich vor erst genug von dem Tier denn es begleitete uns noch während des ganzen Frühstückes......
Gegen 11 Uhr fuhren wir endlich zum Finger Bay, der wohl am bekanntesten hier in der Umgebung ist. Wir hatten mal wieder einen wunderschönen Blick über (natürlich) den Strand. Kein Mensch war um diese Uhrzeit unterwegs und so ließen wir uns sofort im weißen Sand sinken.
Nach einer halben Stunde machten wir uns endlich auf den Weg zum Finger Bay, der so nah schien aber in wirklich bestimmt 3 km entfernt lag. Das Laufen im Sand fiehl uns nach und nach schwerer und die Sonne brannte schon fast wenn mal kein Wind war.
Der Finger Bay ist eine Verbindung zwischen zwei Inseln, die man nur an bestimmten Tagen undan bestimmten Uhrzeiten überqueren kann. Natürlich war genau in dem Moment quasi die Flut.
Aber das war auch schon eine schöne Ansicht. Von zwei Seiten rollten Wellen zusammen und überfluteten den schmalen Durchgang zu der anderen Insel. Morgens hätte man wohl die Möglichkeit einfacher auf die andere Seite zu gelangen, so muss man immer abwarten auf die Wellen der einen Seite und dann rüber laufen bevor die Welle aus der anderen Richtung kommt.
Hört sich schwierig an dürfte aber machbar sein.. Nadine und ich konnten es heute leider nicht ausprobieren.
Sofort zogen wir aber weiter zum Tomaree Head. Einem Berg ganz in der Nähe auf dem im Zweiten Weltkrieg Waffen versteckt wurden. Heute kann man ihn besteigen. Anfangs waren wir noch motiviert, die gerade mal 1km hoch zu laufen. doch bereits nach 400 m ging uns die Puste aus. Das war bestimmt eine Steigung von 80 Prozent. Kurz darauf kam uns auch noch ein seltsamer alter Mann auf seinen Hosenboden den Berg runter entgegen gerutsch. Das war alles äußerst komisch und unheimlich.. Nadine musste natürlich sofort von i.einem Horrorfilm anfangen in dem dies auch vorgekommen sei.
Schweiss gebadet und total fertig kamen wir aufjedenfall oben an und hatten einen tollen Ausblick auf die gesamte Halbinsel und die Küsten, die wir zuvor besichtigt hatten.Wieder im Bett bekamen wir ein riesen Hungergefühl. So schnell sind wir noch nie durch die Gegend gefahren um einen Mcces zu finden. Obwohl wir erst komplett verloren waren, war urplötzlich vor uns auf der Straße ein Schild das uns den Weg leitete :)
Im Anschluss chillten wir nur noch eine Runde in der Bücherei und schauten uns dann an einem kleinen Hafen den Sonnenuntergang an. Insgesamt war das echt ein richtig schöner Tag.
Morgen gehts auf nach Port Macquarie.. jippiiiiiiieh

Sonntag, 5. September 2010

post vertauscht

die letzten drei post sind iwie total durcheinander geraten und ich kriege gerade nicht raus wie man das ändern kann.. ich denke dass ihr es aber hinbekommt die reihenfolge selber zusammen zu stellen ;)
momentan sind wir zu mindest in Port Stephens (mit dem wunderschönen Sonnenuntergang)

in der Pampa..

Tjaaaa.. nun sind wa in Newcastle und ich kann nur sagen: Das ist garnicht unsere Welt. Die Autofahrt hierhin verlief aber zu mindest gut.Wir kamen gut und schnell durch Sydney. Zuvor mussten wir mindestens 10 mal hoch und runter in die Garage laufen da wir für  ein Backpackerleben doch ziemlich viele Sachen mit haben momentan :D Jan musste uns seinen Schlafsack, seine Decken und sein Kissen überlassen sodass wir es auch gemütlich in unserem neuen zu Hause, dem Auto haben. Nachdem wir in Chatswood uns noch ein Navi zu gelegt hatten, damit wir nicht auf den links-Verkehr und den Weg achten mussten, fuhren wir schon viel selbstbewusster als in der Nacht zu vor.
Gegen 1 Uhr machten wir uns also auf den Weg mit dem Ziel das YHA Hostel in Newcastle zu erreichen. Unterwegs sahen wir nichts als Felswände und iwelche Wälder, die aussahen laut Nadine wie in König der Löwen. Da das Wetter auch die letzten Tage echt mies hier war, schlug dies während der Fahrt sehr auf unser Gemüt. Nach nur 2 Stunden Fahrtzeit kamen wir total erschöpft und erledigt an. Dabei hatten wir uns heute eher weniger bewegt als an all den anderen Tagen zu vor. Das erste Problem das uns hier erwartete, war die Suche nach einem kostenfreien Parkplatz. Ein Problem, das wie sich später heraus stellen sollte, eher klein ist im Vergleich zu den anderen Sachen die wir hier erleben werden. Nachdem wir ungefähr 30 min im Kreis fuhren,erreichten wir eine Straße, an der bereits viele Autos am Rand standen.
Sicher fühlten wir uns nicht dabei unser "zu Hause" an so einer Klippe stehen zu lassen, taten es aber dennoch. Bereits beim Verlassen des Autos fiel uns auf, dass hier momentan echtes Ostsee-Wetter ist und wenn man die Küste und die Wellen betrachtet, auch das selbige Feeling bekommt. Da wir natürlich nicht so schlau waren unsere Taschen  vorher im Hostel ab zu lagern,mussten wir sie über den Berg tragen :P manchmal denken wir einfach nicht mit oder nicht weit genug vorraus...
Das 4er Zimmer, das wir im Hostel bekamen, war unter unseren Erwartungen. Das bereits in Sydney besuchte Hostel glich dagegen einem 5 Sterne Hotel. Im Zimmer war bereits eine ältere Dame, ca 50 Jahre, die sich liebevoll mit ihrer Matratze in der Ecke breit machte und vor hatte da zu schlafen. Sie erklärte uns dass sie zu viel Schnaps getrunken hätte und Angst habe aus dem Doppelstockbett zu fallen. Sie redete die ganze Zeit wirre Sachen, war aber im großen und ganzen nett. Später kam noch ein anderes Mädchen dazu, dass wie sich später heraus stellte furchtbar schnarcht und nachtaktiv ist. Nadine und ich waren beinahe frustriert. Im ganzen Hostel waren insgesamt kaum Menschen in unserem Alter, eher Familien und keiner wirkte sonderlich freundlich.Also zogen wir schweigend zu nächst erstmal bei Wind und Regen die Küste entlang um schon einmal einen Eindruck von NC zu bekommen. Die Atmosphere der Stadt ist eher bedrückt, einsam, beinahe unheimlich. Auf den Straßen trifft man kaum Menschen und selbst als wir die Darbystreet erreichten gegen Abend (eine angeblich sehr bekannte und beliebte Restaurant Straße) waren wir mehr oder weniger enttäuscht. Wir setzten uns also einfach in ein Pub und aßen einen 17 Dollar teuren Salat. Die Bedienung, die sehr interessiert an uns zu sein schien, machte das aber wieder gut ;) Man kann sagen, dass wir echt in einer absoluten Kleinstadt angekommen sind, wo jeder jeden kennt. Viele sprechen auch von einer Studentenstadt da nicht weit von hier ein riesen Campus ist. Schließlich rief uns Michi an,den wir am Mainly kennen gelernt hatten, um uns zu motivieren ein paar Runden um die Häuser zu ziehen. Er ist selber Student hier. Mit ihm trafen wir uns dann iwann später nachts am Hauptbahnhof und klapperten alle
möglichen Bars, Diskos und Pubs ab =) Zum Glück ist hier alles ohne Eintritt. Die Bier(s) taten echt gut und lockerte unsere Frustration wenigstens etwas auf :P Im Prinzip wurde es noch ein lustiger Abend. Wir saßen, tranken und redeten viel über Gott und die Welt. Gegen 3 Uhr liefen wir nach Hause und fielen sofort wie Tod in die Betten.

...Fortsetzung folgt!!!!!!
unser Hostel

Port Stephens - Das Leben im Dschungel !!

Morgens wurden wir endlich von der Sonne geweckt :-) Doch sofort kam der erste Schock: die Cam war nicht auffindbar. Nachdem wir bereits eine Stunde überall alles abgesucht hatten, waren wir schon fast den Tränen nahe, bis Nadine in meiner Tasche fündig wurde :P
(ich muss zugeben ich hatte 3 mal meine ganze Tasche umgeräumt und sie nicht entdeckt) :$
Die Erleichterung brachte uns wieder zum Lachen und wir genossen erstmal auf der Veranda die morgendliche Sonne, die hier gegen 10-11 Uhr viel stärker ist als zur Mittagszeit. Nach nicht einmal 40 Minuten war ich knallrot. Dabei haben wir Sommer!!!!!! Gemütlich frühstückten wir anschließend, duschten und machten uns auf den Weg zum Einkaufszentrum um die Ecke. Mit neuem Essen beladen für die nächsten Tagefuhr heute mal ich zu unserem nächsten Zielort: Port Stephens/ Nelson Bay... und kamen natürlich auch heil an in einem wunderschönen YHA Hostel, das mitten in einem Wald liegt. Wir leben also die nächsten zwei Nächte wie im Dschungel in einem kleinen Häuschen zwischen Insekten, komischen Geräuschen und Urwaldbäumen ;-)
Trotzdem wurde uns schon beim Befahren des Gebietes klar, dass dieser Ort uns viel mehr zu bieten hat als Newcastle. Fast schon übermotiviert schmissen wir nur unsere Taschen ins Zimmer und machten uns sofort auf den Weg zum"nahegelegenden" Strand.. so sah es zumindest auf der Karte aus. Nachdem wir mal wieder sinnlos durch den Wald geirrt waren, standen wir plötzlich auf einem riesigen Privatgrundstück. Der Besitzer erklärte uns wie wir zum Strand kommen würden. Dies war allerdings nur mit dem Auto möglich also mussten wir alles wieder zurück laufen um noch vor Sonnenuntergang da zu sein. Hektisch fuhren wir mit dem Auto zum One Mile Beach und Samurai Beach.  Zu Fuß mussten wir von der Straße aus über einen riesigen Sandhügel stapfen und bekamen hinter jenem das wohl schönste Panorama zu sehen. Dieses Bild übertraf alles was wir bis jetzt hier gesehen haben und gleichzeitig mit dem Staunen, fühlten wir nichts als Glück und Freude. Es ist als wenn das erste mal seit wir hier sind alle Last von uns fiel. Ich konnte die nächste Stunde an nichts denken. Deutschland und alles was bisher in meinem Leben war, war wie weggespült und nun fühle ich mich als hätte ich einen Teil von mir da gelassen..Euphorisch rannten wir barfuß den Strand entlang bis zu nahgelegenden Klippen wo das Wasser Meter-Hoch spritzte. Ich kann das gerade nicht in Worte fassen aber es war echt wie der Himmel auf Erden. Wir hatten noch eine Stunde bis die Sonne unterging. Mit dem Auto fuhren wir noch ein paar Häfen an, schauten von den Klippen hinab bis wir Biron Harbour erreichten. Hier waren wir genau zum richtigen Zeitpunkt: die Sonne ging gerade runter als wir uns von einem Berg die Sanddünen und das Meer anschauten. ..und auch wenn das jetzt alles kitschig und traumhaft anhört.. im Anschluss aßen wir fettige Pizza in unserem Zimmer und ekelten uns vor Spinnen -.-
unser Dschungel Haus

New Castle ...

Shutter Island :D
An der Rezeption hatte man uns vorher schon informiert, dass wir am heutigen Tag die Zimmer wechseln müssen wenn wir noch eine Nacht bleiben wollten. So stand fest, dass wir aufjedenfall morgens um 9 Uhr aufstehen mussten. Wir hatten also EIGENTLICH von 3-9Uhr Zeit zum Schlafen, wäre nicht ein von uns vorher erwähnter Witz in die Realität umgesetzt worden. Nadine und ich gingen davon aus dass die alte Dame fürchterlich schnarchen würde aber nicht sie, sondern das Mädchen legte gegen 4Uhr los. Wir waren sofort hellwach! : Das kann doch nicht wahr sein.. Ich musste auf der einen Seite mir echt das Lachen verkneifen (...da es doch schlimmer kam....) und auf der anderen Seite wäre ich beinahe ausgerastet da ich echt müde war.
Nach ca 15 Minuten der Aufregung stoppte dieses grässliche Geräusch endlich. Wir hatten also kurz Zeit die Stille aus zu nutzen und ein zu schlafen. Es klappte mehr oder weniger, dennoch war die Nacht äußerst unangenehm und mit vielen Wachphasen verbunden :-/ Früh durften wir dann erfahren dass alle Zimmer belegt seien und wir nur noch die Möglichkeit hätten in ein Mixed-Room zu gehen. Da wir schon wussten welche Männer also mit uns ein Zimmer teilen würden, beschlossen wir die Nacht nicht hier zu bleiben. Das war der Startschuss für unsere erste Nacht im Auto trotz Unwetter. Zunächst suchten wir einen Supermarket auf und gingen zum Frühstücken in die Hostel-Küche, die natürlich (wie das Bad) genau in diesem Moment gereinigt werden musste. Das Hostel kostet uns echt alle Nerven ab! PS: Neben dem Hostel ist wieder ne
Baustelle!!
Dann suchten wir einen für uns geeigneten Ort zum Übernachten. Am Ocean-Bath wurden wir fündig: hat Toiletten, Umkleideräume und man könnte früh direkt baden gehen in einen der Pools. Optimal fast :D
Jetzt wollten wir endlich etwas mehr von NC entdecken. Also liefen wir an der Küste entlang, schauten uns alle Strände an und liefen bis zum Ende eines Pfades, der ins Meer hinausragt. Fast 2 Stunden dauerte dies. Gedankenversunken liefen wir nebeneinander her und konnten die Sanddünen und andere "tolle Sachen" sehen.
Später gingen wir ins Hostel duschen und bauten unser Quartier auf. Viele schöne Sachen kann man hier echt nicht sehen und erleben. Vllt liegt es auch am Wetter aber NC ist echt ein Fehler gewesen in unserer Route :P Abends wurden wir zur Verbesserung unserer Laune zum Kochen eingeladen. Michi und Nikolai kochten lecker Nudeln und wir tranken gemeinsam paar Bierchen. Das Bier hier schmeckt wirklich sehr sehr sehr gut. In Massen kann´man es aber nicht genießen wie das gute Roonburg-Kölsch ;)
Anschließend suchten wir wie am Abend zuvor ein Pub auf. Die Nacht mussten wir übrigens auch nicht im Auto verbringen sondern durften in der Studenten-WG im Wohnzimmer auf der Couch schlafen. Gespannt schauen wir nun auf Port Stephens, wenn es dort genauso einsam ist, wird das nur eine kurze Durchreise ergeben. Im Norden erwartet uns sowieso bereits die Sonne :)
fast vom Baum erschlagen

Donnerstag, 2. September 2010

endlich Auto, endlich Unabhängigkeit, endlich Freiheit, endlich Leben ;o)

Ja heute ist es geschehen: wir haben alle Unterlagen unterzeichnet, alles geregelt, gezeigt und erklärt bekommen und wir haben unser erstes und letztes gemeinsames Auto. Ein wunderschöner Ford Falkon in weiss. Naja ne andere Farbe hätten wir uns zwar gewünscht aber ganz egal, hauptsache wir haben es, etwas ;) Nachdem die einweisung und alles andere geschlagene 3 Stunden gedauert hat, kamen wir in den Rush Hour. Und das ist in Sydney schlimmer als in ieiner Großstadt in D.
Man kann dann locker statt 20 min mal eben 2 Stunden brauchen -.-
Jan der uns freundlicher Weise begleitet hatte zum Car Market fuhr also unseren gefühlten 15 m langen Ford nach Hause. Den Benzin kann man sich zum glück hier leisten.Ungefähr 80 Cent der Liter. Er platzierte ihn dann in seiner Tiefgarage und nun warten wir die Nacht ab um eine Spritztour durch uns bekannte Straßen hier zu machen so dass wir genug Gefühl bekommen für den Linksverkehr, die Kriesverkehre und das auf der anderen Seite sitzen. Vorher suchten wir trotz Wind und etwas Regen nochmal den Darling Harbour auf. Bei Nacht ist das echt eine unbeschreibliche Kulisse. Leider haben wir keine Cam mit, die gute Nachtaufnahmen macht,deswegen werden wir das euch nie zeigen können. (ich schreibe mittlerweile alles in der "WIR"-Form weil es Nadine und mich eben nur
zusammen hier gibt.hihi ).
So die Spritztour gab es in einer Nacht- und Nebelaktion im wahrsten Sinne des Wortes ;) denn heute
hat es leider angefangen zu regnen und es soll so bis Samstag bleiben. Aber naja.. aufjedenfall fuhren Nadine und ich im dunkeln einsam durch die Straßen und hatten Probleme dieses wirklich super lange Gefährt ordentlich auf der Straße zu halten ohne mit dem langen Po iwo an zu stupsen. Jeder hat nun eine Runde gedreht, das muss genügen für morgen. Das schwierigste wurde aber das rückwärts einparken später. Die Parkplätze hier in dem Haus sind echt nur für Kleinwagen geeignet. Alles ist eng in dieser Tiefgarage.
Im Endeffekt lief es darauf hinaus dass ich einparken musste und Nadine mich wie eine Fahrschullehrerin lotste. Mit erstklassiger Teamarbeit schafften wir das Auto perfekt ab zustellen. Ich muss gerade wirklich mal erwähnen dass ich stolz auf uns bin :P Das war echt eine filmreife Aktion. Ich hoffe nur dass wir morgen mittag auch so ordentlich durch die Straßen Sydneys fahren und heil in Newcastle ankommen..


Zum Schluss: sowohl dieser Text als auch die anderen sind fehlerhaft in Grammatik und Rechtschreibung. Ich muss gestehen, dass die Texte von mir meistens in der Nacht verfasst werden kurz vor dem Einschlafen. Fotos von dem schönen Po unseres Fords folgen noch. Haben heute keine Fotos machen können, da das Akku der Cam leer war ;)

Mittwoch, 1. September 2010

Entweder OHNE Hose oder MIT Hose und Eiern

Heute war unser Waschtag. Wir konnten unsere schmutzige, ekelhaften Sachen echt nicht mehr sehen. Da unsere Klamotten sich wirklcih!!!! nur auf das notwendigste begrenzen, mussten wir
manche Sachen meist schon das zweite mal anziehen obwohl wir vieles hier fast 12 Stunden am Tag tragen ;-) Ich freute mich noch nie so sehr auf diesen Moment frisch gewaschene Kleidung zu riechen und an zu ziehen. Aber zunächst musste alles in die australische Waschmaschine, die wie wir sofort sahen, nichts gemeinsam hat mit deutschen Maschinen. Der Trockner blieb von Anfang an ein unbeschriebenes Blatt. Keine Ahnung wie das laufen soll.
Zuerst wuschen wir also unsere dunklen Sachen (alle unsere Hosen). Nachdem wir alles mit dem I-Phone übersetzt hatten und eingestellt hatten, lief auch alles glatt. Doch dann.. dann kam der Trockner. Ein Model von einer wunderschönen Marke mit einem Drehknopf ohne jegliche Zeichen.Zu hause besitzen wir keinen Trockner und von daher hatte ich Angst dass alle meine Hosen einlaufen. Im Internet suchten wir nach Model und Marke, nach der Bedienungsanleitung und anderen soooo wertvollen Tips in diesem Moment aber ohne Erfolg. Nadine und ich standen echt wie Affen vor dem Ding, drehten und rüttelten und machten aber nichts bewegte sich. Auch das lauschen mit dem Ohren erzeugte kein Geräusch. Im Endeffekt sah es dann so aus, dass wir um 1 Uhr mit unseren nassen Sachen da standen und nicht ein noch aus wussten. hier gibt es weder Balkon noch einen Ständer oder Trockner-Keller.Wir waren hungrig, ohne Hosen und verzweifelt. Abwechselnd alle 10 Minuten startete einer von uns einen Versuch den Trockner doch zur Bewegung zu zwingen. Nach ungefähr 45 qualvollen Minuten ging der Trockner wie selbstverständig an. Wir hatten nur die Wäsche etwas rumgedreht... Ursache, Grund etc ist uns bis heute unklar aber egal.Nach 2 Stunden trocknen und absolutes verblöden vor Langweile da wir hier so festsaßen, war alles mehr oder weniger fertig.
--> Ich musste das jetzt so ausführlich schreiben, weil ich diese Story für mein Leben nie vergessen werde. Man muss dazu sagen, dass wir ab heute früh Internet haben und zunächst wie die Messis tief versunken an unseren Pcs hingen und nichts von unserer Umwelt wahrnahmen. Man hätte eine Stecknadel fallen hören können. Vereinzelt fluchte einer von uns und ansonsten war echt die ersten 4 Stunden bis 12 uhr Funkstille. Dabei waren die Morgen bis jetzt immer sehr gemütlich und lustig :D  Um 5 Uhr liefen wir zum Aldi und kauften unseren Kosmetikkram für die nächsten 6 Monate um etwas Hygiene trotzdem zu genießen d.h. ein Shampoo, eine Spülung und ein Duschbad. Das muss an Materialien ausreichen !!
Am Abend hatten wir geplant Essen zu gehen... hahaha und wie essen zu gehen :P Japanisch. Das Essen wurde vor uns zu bereitet, rumgeworfen und frisch serviert.Ich muss angeben aber ich war heute echt mutig: Ich habe ALLE Fleisch und Fischsorten getestet obwohl manchmal wir nicht mal wussten ob das Stück überhaupt eins von beiden ist.
(glaube da war auch Hirn, Hund etc drunter)
Lustig wurde es als die Eier dran waren. Wir mussten die rohen Eier in einer kleinen Schüssel fangen. Naja sagen wir ein halbes landete auf dem Boden. Dann sollten wir mit den Mündern die Rühereier fangen ;P anschließend mit den Schüsseln. Zusammenfassend : Nadine und ich hatten Eier überall wo sie nicht hingehören. Aufm Kopf, im Schoß, im Dekoltee.. üüüüberall. Es war wirklich ein lustiger Abend.
Nadine ist übrigens echt ne super Partnerin - Wir ergänzen uns so gut dass wir bis jetzt fast alles alleine geschafft haben. (außer den Verteiler in den Adapter zu stecken; aber das ist eine andere Geschichte ;D )