Nachdem sich heraus gestellt hatte, dass sich ausschließlich Deutsche in unserem Hostel-
zimmer befanden, wurde die Atmosphere unter uns 6 gleich viel angenehmer. Dennoch
hatten Nadine und ich die erste Nacht in diesem Traumho(s)tel nicht gut geschlafen. Es war
warm, stickig und muffelig da der Platz den wir zur Verfügung hatten nicht sonderlich viel
war.
Trotzdem freuten wir uns auf der riesigen Dachterasse zu frühstücken. Das Wetter war
natürlich mal wieder (wegen der Abwechslung von Tag zu Tag) alles andere als gut aber
für unseren heutigen Plan war dies unwichtig.
Gegen halb 11 Uhr machten wir uns mit einem Kanadier im Schlepptau auf den Weg zur
City Hall am Kings Cross Square. Dort erwartete uns eine kostenlose Führung durch
Brisbane geleitet von einem gerade mal 20 Jährigen, der das ganze jeden Tag freiwillig
zu machen schien. Mit ungefähr 40 Leuten zogen wir los um die Stadt genauer
unter die Lupe zu nehmen und erfuhren dabei unglaublich viele interessante Dinge über
die Geschichte Brisbanes und Australiens.
Nach dem vierstündigen Marsch waren Nadine und ich total fertig, gingen aber noch
kurz in die Libary.
Wieder im Hostel wechselten wir nur unsere Kleidung um uns später Brisbanes Nachtleben
an zu schauen. Zuvor hatten wir bei der Führung ein Vapiano in der Einkausstraße ent-
deckt: Das war unser erstes Ziel.
Fast schon überfüllt und mit Magenschmerzen wollten wir eigentlich durch die Straßen
schlendern und ein paar Life-Bands zu hören ( an diesem Wochenende ist das
"Brisbane Festival" hier und angeblich so gut und aufregend)
Bis auf ein paar Straßenmusiker, Vorlesern und sehr sehr wenig Publikum war nichts
dabei was sonderlich beeindruckend war. Da wir aber sowieso geplant hatten, an einer
so genannten "Pub-Crawl" teil zu nehmen, störte uns das nicht.
..dass dann aber niemand erschien um diese Kneipentour zu machen, ärgerte uns endgültig.
Bereits im Hostel und am Nachmittag bei der Tour durch Brisbane
wurde ordentlich Werbung für den heutigen Abend gemacht. Nur zwei weitere Leute hatten
sich in die Startkneipe verirrt und waren genauso ahnungslos wie wir.
Wir beschlossen dann einfach nach einer Wartestunde selber los zu ziehen. Mit einem
Stadtplan bewaffnet und ungefähr einer Idee wo man hin gehen könnte bzw wo das
Party-Viertel ist, machten wir uns auf den Weg.
Schon unterwegs merkten wir wie wenig auf den Straßén los ist. In Valley angekommen,
bot uns die Umgebung eher ein "ernüchterndes" Bild : In der einen Bar war es zu laut um
sich zu unterhalten, in die andere kamen wir mit normalen Sachen nicht rein, in wieder
einer anderen war niemand.. usw usw. Hinzu kam dass überall nichts los war!!! Bis auf
ein paar betrunkene Halbwüchsige traf man keine Leute auf den Straßen an.
Nach zwei Gläsern in einer total leeren Kneipe strebten wir also schon unser zu Hause an.
Die Gesellschaft der zu vor kennen gelernten Deutschen hatte auch zu Wünschen übrig
gelassen. Blöder Abschluss eines sonst ganz netten Tages.
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