
Morgens wurden wir endlich von der Sonne geweckt :-) Doch sofort kam der erste Schock: die Cam war nicht auffindbar. Nachdem wir bereits eine Stunde überall alles abgesucht hatten, waren wir schon fast den Tränen nahe, bis Nadine in meiner Tasche fündig wurde :P
(ich muss zugeben ich hatte 3 mal meine ganze Tasche umgeräumt und sie nicht entdeckt) :$
Die Erleichterung brachte uns wieder zum Lachen und wir genossen erstmal auf der Veranda die morgendliche Sonne, die hier gegen 10-11 Uhr viel stärker ist als zur Mittagszeit. Nach nicht einmal 40 Minuten war ich knallrot. Dabei haben wir Sommer!!!!!! Gemütlich frühstückten wir anschließend, duschten und machten uns auf den Weg zum Einkaufszentrum um die Ecke. Mit neuem Essen beladen für die nächsten Tagefuhr heute mal ich zu unserem nächsten Zielort: Port Stephens/ Nelson Bay... und kamen natürlich auch heil an in einem wunderschönen YHA Hostel, das mitten in einem Wald liegt. Wir leben also die nächsten zwei Nächte wie im Dschungel in einem kleinen Häuschen zwischen Insekten, komischen Geräuschen und Urwaldbäumen ;-)

Trotzdem wurde uns schon beim Befahren des Gebietes klar, dass dieser Ort uns viel mehr zu bieten hat als Newcastle. Fast schon übermotiviert schmissen wir nur unsere Taschen ins Zimmer und machten uns sofort auf den Weg zum"nahegelegenden" Strand.. so sah es zumindest auf der Karte aus. Nachdem wir mal wieder sinnlos durch den Wald geirrt waren, standen wir plötzlich auf einem riesigen Privatgrundstück. Der Besitzer erklärte uns wie wir zum Strand kommen würden. Dies war allerdings nur mit dem Auto möglich also mussten wir alles wieder zurück laufen um noch vor Sonnenuntergang da zu sein. Hektisch fuhren wir mit dem Auto zum One Mile Beach und Samurai Beach. Zu Fuß mussten wir von der Straße aus über einen riesigen Sandhügel stapfen und bekamen hinter jenem das wohl schönste Panorama zu sehen. Dieses Bild übertraf alles was wir bis jetzt hier gesehen haben und gleichzeitig mit dem Staunen, fühlten wir nichts als Glück und Freude. Es ist als wenn das erste mal seit wir hier sind alle Last von uns fiel. Ich konnte die nächste Stunde an nichts denken. Deutschland und alles was bisher in meinem Leben war, war wie weggespült und nun fühle ich mich als hätte ich einen Teil von mir da gelassen..Euphorisch rannten wir barfuß den Strand entlang bis zu nahgelegenden Klippen wo das Wasser Meter-Hoch spritzte. Ich kann das gerade nicht in Worte fassen aber es war echt wie der Himmel auf Erden. Wir hatten noch eine Stunde bis die Sonne unterging. Mit dem Auto fuhren wir noch ein paar Häfen an, schauten von den Klippen hinab bis wir Biron Harbour erreichten. Hier waren wir genau zum richtigen Zeitpunkt: die Sonne ging gerade runter als wir uns von einem Berg die Sanddünen und das Meer anschauten. ..und auch wenn das jetzt alles kitschig und traumhaft anhört.. im Anschluss aßen wir fettige Pizza in unserem Zimmer und ekelten uns vor Spinnen -.-

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| unser Dschungel Haus |
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