Freitag, 8. Oktober 2010

Dunk-Drunk Island

Natürlich hatten wir genau für den nächsten Tag das Wassertaxi gebucht um nach Dunkisland
zu fahren. Nachdem wir nachts erst spät im Bett ankamen, waren wir morgens alle fix und
fertig mit der Welt. Es gibt nichts schlimmeres als hier einen Kater zu haben bei den den
tropischen Temperaturen.
Da es im Zimmer wie gesagt zu warm war, suchten wir umgehend in aller Frühe den TV Raum
auf, der über eine super tolle Klimaanlage verfügt. Auf den Couchen schliefen wir dann noch
1-2 Stunden bis kurz vor der Abfahrt.
Gegen 11 Uhr bestiegen wir eine "wunderschöne" kleine Blechdose, die für eventuell 20 Personen
Platz hatte. Leider hatten wir bereits vorher festgestellt, dass heute der Wellengang mal
wieder stärker war.
Als wir dann das Böötchen auf dem Meer schaukeln sahen, wurde es uns allen schlechter
als wir uns bereits fühlten. Und dieses Empfingen täuschte uns auch nicht.
Mit dem Boot ging es nur auf und ab. Selbst wenn ich den vorher gehenden Abend nichts
getrunken hätte, wäre mir es mir spätestens in diesem Moment genauso übel gegangen.
Die Fahrtzeit von 10 Minuten erschien mir unendlich. Ich wollte einfach nur raus aus
dem kleinen Raum und hatte das erste mal so etwas wie Platz Angst.
Alle Wassertransporte hier in Australien waren und sind ein absoluten Abenteuer.
Zum Glück hatten sich aber die Strapazen gelohnt. Nach einem kurzen Zögern, ob wir
überhaupt zu der Insel fahren sollten, stand jetzt fest, dass dieser Ort unbeschreiblich
paradiesisch war.
Die kleine Insel bot den perfekten Mix aus Strand, Urwald und einer einzigen kleinen Bar.
Nach nur wenigen Minuten lagen wir alle im Sand und atmeten erstmal tief durch.
So faul, müde und erledig war ich noch nie in Australien wie in dieser ersten Stunde auf
Dunkisland.
Dabei fiehl uns auf, dass alles was uns zu vor empfohlen wurde und wovon jeder sprach
uns enttäuscht hatte. Diese Insel z.b. hingegen kennt scheinbar kein Mensch und ist
einfach atemberaubend.
Noch viel besser wurde es aber, als uns ein junger Mann ansprach und anbot, dass wir
mit ihm eine Runde Biscuit fahren können umsonst.
Alles was "For Free" ist, lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Wir verabredeten uns
für die nächste halbe Stunde. Es stellte sich dann heraus, dass er für die Wassersportfirma
auf der Insel arbeitet und diese Tour einmal am Tag macht um somit zu werben.
Wir waren quasi zur richtigen Zeit am richtigen Ort.
Nadine und ich waren die glücklich ersten. Tatjana und Karina nahmen auf dem Speedboot
Platz.
Wir mussten uns in den Reifen setzen und festhalten bis das Schnellboot los legte und uns
hinter sich her zog. Nach einigen Kurven und 20 Minuten Fahrt konnte ich nicht mehr.
Meine Hände zitterten und mein Bauch tat weh vor lachen. Ich habe noch nie so etwas
wirklich krankes auf dem Wasser miterlebt......
Aus der Puste von der Aktion gönnten wir uns erstmal einen Michshake in der Bar.
Anschließend liefen wir zu einem 7 km entfernten Strand, da man uns gesagt hatte, dass
man dort schnorcheln gut schnorcheln könne. Der Weg führte uns allerdings durch
einen von Spinnen und Tieren sehr belebten Urwald. Ich hatte echt Angst, dass mich eine
der riesen Insekten anknabbern würde. Nur mit einem Bikini bekleidet boten wir auch
ein leichtes Ziel.
Am Strand angekommen war es beinahe schon zu spät um zu schnorcheln, da in
einer Stunde wir bereits das Wassertaxi wieder nehmen mussten.
Kurz versuchten wir es trotzdem, sahen aber kaum Fische, da diese weiter hinaus
im Meer sich befanden.
Auf dem Rückweg zur Ablegestellte liefen wir einen totalen Umweg, sodass wir gerade
noch rechtzeitig ankamen. Durch einen ganz blöden Zufall wollte Nadine nochmal
hier auf die Uhr schauen und dabei stellten wir fest, dass mein Portmonaie weg war.
Nach 100 mal ein und auspacken meiner Tasche, bis jetzt hatte sich immer wieder
alles aufgefunden, stand fest: Es ist weg!!
Mein Herz klopfte mir bis zum Hals als ich zurück rannte zum Restaurant, wo ich
es zu letzt offensichtlich hatte zum Bezahlen.
"You are a lucky person" sagte die Dame hinter der Bar nur als sie mir das schwarze
kleine überlebenswichtige Portmonaie zurück gab. Es war mehr als Glück, dass die
Bedienung meine Geldtasche gefunden hatte UND dass wir noch auf der Insel bemerkt
hatten, dass es fehlte. TOI TOI TOI.
Zurück auf dem Festland dann der nächste Schock: Carinas Cam war nicht mehr da.
Wo haben wir nur alle unseren Kopf momentan. Einen Tag im Paradies und schon
verlieren und vergessen wir alles. Überzeugt davon, dass die Kamera auch auf dem
Tisch in der Bar liegen geblieben war riefen wir auf der Insel an um nach zu fragen.
Doch leider hatten wir in diesem Moment kein Glück mehr: die Kamera war weg.
Nach einem so schönen Tag nahm dieser ein trauriges Ende.
Bis jetzt verstehe ich nicht wie man meine Geldtasche finden konnte und die
Kamera nicht. Selbst wenn jemand die Kamera eingesteckt hat, ist es komisch,
dass mein Portmonai liegen gelassen wurde.
Bis jetzt haben wir des Rätzelslösung nicht.
Den Abend verbrachten wir mit einer DVD auf der Couch bis wir alle totmüde vom
Tag in die Betten fiehlen.

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