Heute fuhren wir weiter nach Townsville, welche die Hauptstadt von Queensland ist. Üblicher-
weise hatten wir mal wieder das Gefühl, dass die Sonne beim Auto fahren doppelt so
stark brannte. Es war kaum zu ertragen auf den dunklen Sitzen. Die meiste Zeit der Strecke
schliefen wir. Bei der Ankunft stellten wir dann fest, dass die Seite unseres Körpers, die
auf der Sonnenseite war Abdrücke von der Hose und dem Oberteil abzeichneten.
In Townsville selber wollten wir nicht bleiben. In Airlie Beach hatten es uns zwei Mädchen
abgeraten und versprochen dass Magnetic Island viel schöner sei.
Also nahmen wir die Fähre rüber zu der nicht weit entfernten Insel. Das Auto liessen wir
allerdings zurück, da man auf der Insel alles mit dem Bus abfahren kann. Das Problem
bestand jetzt aber dadrinnen alles mit zu nehmen. Über die Wochen hatten sich so viele
Tüten und Sachen im Kofferraum angesammelt, dass wir kaum noch einen Überblick
haben, Geschweige denn wissen wie wir das vorher alles in einer Tasche untergebracht
hatten. Es ist natürlich einfach wenn man einen riesen Kofferraum hat dort auch alles
ab zu lagern.
Irgendwie schafften wir es dennoch mit mehr oder weniger Gepäck das Festland zu ver-
lassen.
Die Fahrt über das Meer war wieder mal eine sehr wacklige Angelegenheit. Trotz großen
Bootes konnte man sich kaum aufrecht vorwärts bewegen. Also für Seekranke ist
australischer Wassertransport garnicht geeignet.
Auf Magnetic Island schließlich fuhren wir mit dem Bus direkt unser Hostel an. Schon
bei der Ankunft fiehl uns auf, dass wir sehr abgelegen wohnen. Unsere Unterkunft war
eher ein Familienresort, das mit Tieren wirbt d.h. man kann Koalas und nachts ganz
viele Wallabys sehen, Vögel füttern und andere exotische Tiere auf den Arm nehmen.
Unser Zimmer befand sich in einer Holz-Hütte mit offenen Fenstern, einem Bad und einer
Steckdose für 8 Personen. Da wir die gleiche Situation schon einmal hatten, verzichteten
wir direkt auf die Benutzung sämtlicher elektronischer Geräte die nächsten Tage. Das
Zimmer wurde von zwei Deutschen und zwei Franzosen bewohnt, die noch ganz neu
in Australien waren.
Um Wasser zu holen, liefen wir an den Strand. Dort gab es insgesamt zwei Restaurants
und ein Kiosk für die Umgebung. Die Preise der Produkte hauten uns um. Für eine
Wasserflasche sollte man 5 Dollar bezahlen!!! Mit 4 Flaschen für 3 Tage mussten wir
im Endeffekt auskommen. Es war uns einfach zu teuer.
Am Abend kochten wir und saßen noch in der Hostelbar mit den Deutschen zusammen.
Es stellte sich am Ende des Tages noch heraus, dass man auf der gesamten
Insel weder über Handyempfang noch TV Satelliten Empfang verfügt.
Um 9 Uhr machte außerdem die Bar zu. Es war die pure langweilige Idylle wo wir
gelandet waren.
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