Montag, 6. September 2010

"Nadine !! Was ist das für ein Vogel?" - "Ein dreister.."

leider war genau dann die Sonne weg
Diese Nacht war wohl die aufregendste, die ich bis jetzt hier auf diesem Kontinent verbracht habe.Gegen 4 Uhr morgens wurde ich nämlich von seltsamen Geräuschen wach, die ich zu nächst nicht orten konnte. Ich lag wie starr im Bett und traute mich nicht eine Bewegung zu machen. Nadine schlief tief und fest und wurde auch auf mein Rufen hin nicht wach. Als erstes ging ich davon aus dass iwo auf den Doppelstockbetten Ratten oder so sind, dann aber stellte ich zum Glück fest, dass das Tappeln nicht aus unserem Raum kam sondern vom Dach. Direkt über uns muss sich, ohne Quatsch, ietwas richtig großes bewegt haben. Es war so laut. Plötzlich fing dieses Etwas an zu kratzen und iwas mit den Pfoten zu machen sodass ich dachte dass das Dach gleich an jener Stelle kaputt gehen würde und das Tier fällt rein.Ich lag bestimmt eine ganze Stunde einfach nur wach da und hörte aufmerksam auf jedes Geräusch.
(...)
Am Morgen wurden wir von den benachbarten Mädels wach, die wohl schon ziemlich früh auf waren. Die Wände hier sind ziemlich hell hörig und man kann fast jedes Wort verstehen.Nachdem wir duschen waren, suchten wir die Küche, die mitten im Wald einfach frei an der Luft steht, auf. Als wir gerade dabei waren unser Brot zu toasten, nahmen wir laute Flügelschläge wahr und schriehen schreckhaft auf als sich ein größerer mir unbekannter Vogel vor uns setzte und scheinbar ganz tief in die Augen schaute. Bis dahin gefiel uns das Federvieh noch ganz gut, bis zu dem Moment als ich beim Essen kurz mein Brot ablegte um etwas zu trinken: in einem Sturzflug raste der Vogel auf mein Brot zu, schappte sich meine Wurst!!!!! und flog weg um diese dort zu speisen. Ich hatte mich echt zu Tode erschrocken und Nadine musste einfach nur lachen :O
Dabei ist abgepackte Wurst hier echt das teuerste Lebensmittel das man kaufen kann :@
Jetzt interessiert mich brennend was das für ein Vogel war. Das wird in Deutschland sofort untersucht. Hier habe ich vor erst genug von dem Tier denn es begleitete uns noch während des ganzen Frühstückes......
Gegen 11 Uhr fuhren wir endlich zum Finger Bay, der wohl am bekanntesten hier in der Umgebung ist. Wir hatten mal wieder einen wunderschönen Blick über (natürlich) den Strand. Kein Mensch war um diese Uhrzeit unterwegs und so ließen wir uns sofort im weißen Sand sinken.
Nach einer halben Stunde machten wir uns endlich auf den Weg zum Finger Bay, der so nah schien aber in wirklich bestimmt 3 km entfernt lag. Das Laufen im Sand fiehl uns nach und nach schwerer und die Sonne brannte schon fast wenn mal kein Wind war.
Der Finger Bay ist eine Verbindung zwischen zwei Inseln, die man nur an bestimmten Tagen undan bestimmten Uhrzeiten überqueren kann. Natürlich war genau in dem Moment quasi die Flut.
Aber das war auch schon eine schöne Ansicht. Von zwei Seiten rollten Wellen zusammen und überfluteten den schmalen Durchgang zu der anderen Insel. Morgens hätte man wohl die Möglichkeit einfacher auf die andere Seite zu gelangen, so muss man immer abwarten auf die Wellen der einen Seite und dann rüber laufen bevor die Welle aus der anderen Richtung kommt.
Hört sich schwierig an dürfte aber machbar sein.. Nadine und ich konnten es heute leider nicht ausprobieren.
Sofort zogen wir aber weiter zum Tomaree Head. Einem Berg ganz in der Nähe auf dem im Zweiten Weltkrieg Waffen versteckt wurden. Heute kann man ihn besteigen. Anfangs waren wir noch motiviert, die gerade mal 1km hoch zu laufen. doch bereits nach 400 m ging uns die Puste aus. Das war bestimmt eine Steigung von 80 Prozent. Kurz darauf kam uns auch noch ein seltsamer alter Mann auf seinen Hosenboden den Berg runter entgegen gerutsch. Das war alles äußerst komisch und unheimlich.. Nadine musste natürlich sofort von i.einem Horrorfilm anfangen in dem dies auch vorgekommen sei.
Schweiss gebadet und total fertig kamen wir aufjedenfall oben an und hatten einen tollen Ausblick auf die gesamte Halbinsel und die Küsten, die wir zuvor besichtigt hatten.Wieder im Bett bekamen wir ein riesen Hungergefühl. So schnell sind wir noch nie durch die Gegend gefahren um einen Mcces zu finden. Obwohl wir erst komplett verloren waren, war urplötzlich vor uns auf der Straße ein Schild das uns den Weg leitete :)
Im Anschluss chillten wir nur noch eine Runde in der Bücherei und schauten uns dann an einem kleinen Hafen den Sonnenuntergang an. Insgesamt war das echt ein richtig schöner Tag.
Morgen gehts auf nach Port Macquarie.. jippiiiiiiieh

5 Kommentare:

  1. was auf diesem Kontinent zu erleben ist, ist ja unglaublich. Die Küche im Wald und die ungebetenen Gäste. Aber immer wieder bin ich froh, dass ihr gesund und munter seit.Macht weiter so.

    AntwortenLöschen
  2. Es macht immer wieder Spaß eure herrlichen Berichte nebst Fotos anzusehen.Klappt es schon gut mit dem Linksverkehr? Weiterhin schöne Erlebnisse !!!!

    AntwortenLöschen
  3. Port Maquarie ist toll, da gibt es auch ein Koala-Hospital, was ganz sehenswert ist. Wenn ihr die Ostküste noch weiter verfolgt, solltet ihr Byron Bay auf keinen Fall verpassen!
    LG!

    AntwortenLöschen
  4. port macquarie hat mich leider nicht so beeindruckt :/ waren aber trotzdem heute im Koala Hospital. Hatten das schon vorher geplant. Morgen fahren wir weiter nach Byron Bay. War jetzt echt total der Zufall ;)

    AntwortenLöschen
  5. Fängt doch den gefräßigen Vogel ein, der Deine Wurst gefressen hat. Er sol euch zur Stafe über die Finger Bay fliegen dami Ihr nicht nasse Füße bekommt.

    AntwortenLöschen