Montag, 20. September 2010

Irgendwo im Nirgendwo bei Irgendjemand.. ganz Netten

Shauns Haus
Heute war es an der Zeit in Noosa aus zu checken. Da wir über das Internet heraus gefunden hatten, dass bis zum nächsten Wochenende keine Besserung des Wetters in Sicht ist, lohnt es sich nicht weiter hier zu bleiben -leider- Noosa ist echt klasse.
Im Koalas drei Tage zu vor hatten wir Sam und Shaun kennen gelernt beim Feiern. Die ösi-Mädels kannten die zwei schon aus Byron Bay. Wir hatten uns untereinander sofort total gut verstanden und wurden sofort in Shauns Haus eingeladen.
Heute wollten wir die beiden nun besuchen fahren, weil es sowieso blöd gewesen wäre in dem Regen weiter zu reisen nach Hervey Bay. Shaun hatte uns zuvor mitgeteilt dass er immer erst gegen 17 Uhr zu Hause sei von der Arbeit. Nachdem wir also gegen 10 Uhr raus mussten aus dem Hostel, waren wir erstmal heimatlos und ziellos.
Wir verabschiedeten zunächst Philip, der weiter in den Süden reist um seinen Flieger in Sydney zu bekommen und sein Auto vorher noch auf dem Schrottplatz ab zu liefern. Da er nun noch aller Hand Sachen los werden muss, die er nicht mit nach Deutschland nehmen kann, hatten wir die Möglichkeit noch kurz in seinem Kofferraum zu stöbern. Dabei ergatterten wir Motoröl, ein Starterkabel und zwei Bücher, die ich eventuell anfangen werde zu lesen wenn das Wetter weiterhin so schlecht bleibt.
Kurz darauf machten wir, nun 4 Mädels, uns auf den Weg nach Coolum, wo Shaun wohnt. Der Kofferraum unseres Autos ist nun vorübergehend komplett ausgefüllt mit Taschen, Tüten, Decken, Schlafsäcken und alles was ein Backpacker eben braucht. Wie die Messis haben wir tausend Tüten, wo alles aufgeteit und geordnet ist. Es ist jeden Tag immer noch ein Wunder für mich wie wir trotz des ganzen Durcheinanders so gut zu recht kommen und alles wieder finden. Es muss halt alles immer an ein und dem selben Ort sein bzw jede Tüte erfüllt mittlerweile seine bestimmte Funktion (darünter Elektrotüte, Essenstüte, Duschzeugtüte...)
Wir fuhren gegen 11 Uhr von Noosa los zu Shauns Haus. Erst waren wir etwas misstrauisch gegenüber dem Haus, das er uns beschrieben hatte. Wäre das ganze uns nicht Geheuer gewesen, wären wir einfach weiter gereist.
Schließlich fanden wir das Haus im strömenden Regen an einem Highway im Wald.auf. Ziemlich abgelegen von der Zivilisation. Dennoch erschien es uns als "nett" und "süß" mit seiner weißen Farbe und der großen Veranda. Näher trauten wir uns allerdings nicht heran, da einige Hunde bellten.
Es war mittlerweile 12 Uhr und wir hatten noch 5 Stunden rumzukriegen in einem vollgepackten Auto mit einem monsum-ähnlichen Regen. Es hatte bereits seit 4 Stunden nicht aufgehört zu schütten.
Im Navi suchten wir nach einem Shoppingcenter in der Nähe, dass sich als 3 Buden- Raststätte herausstellte,
Etwas weiter entfernt fanden wir dann aber ein riesiges Center. Doch so wie es aussah,waren wir nicht die einzigen, die bei dem Wetter die Idee hatten in einem Shoppingcenter rum zu hängen. Das Parkhaus, das wirklich sehr sehr groß war, war komplett voll. Nach 10 mal hoch und runterfahren, hatten wir endlich Platz.
Bis 4 Uhr verbummelten wir im wahrsten Sinne des Wortes die Zeit und fuhren dann auf direkten Weg zu Shaun.
Wie die Australier halt so sind, war/ist nun sein zu Hause auch unser zu Hause. Als Dankeschön kochten wir und aßen gemeinsam. Später spielte Shaun auf seiner Gitarre und wir sangen. Es wurde ein gemütlicher Abend mit Musik, Whiskey und viel Spaß.
Komisch ist es dennoch .wenn ich darüber nachdenke dass dieser Junge uns morgen alleine lassen wird, da er arbeiten muss. Dabei sind wir eigentlich Fremde. Aber Australier schenken eben jedem ihr Vertrauen.. Ich muss mich erstmal an so viel Gastfreundlichkeit gewöhnen. In Deutschland würde man so etwas nie angeboten bekommen. Hier allerdings (Doa.. wie die Österreicher sagen) ist dies der Normalfall..
Apropo. Unsere Sprache besteht mittlerweile aus einem Mix von Englisch, Deutsch und österreicherischen Dialekt. Aber es ist lustig und wir verstehen uns und das ist die hauptsache

2 Kommentare:

  1. Ich weiß nicht ob die Australier allen so ein großes Vetrauen schenken. Mit Euren natürlichem Auftreten erwirbt man sich dann ntürlich Vertrauen.

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  2. Ich finde es prima,das ihr auf eurer Reise immer mit so vielen netten Menschen zusammen kommt.
    Als Trost,das Wetter kann auch nur besser werden! :-)

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