Surfers Paradise erwartete uns heute. Klingt schön, sollter aber überaus enttäuschend werden.
Natürlich regnete es morgens, als wir das Hostel in Byron Bay verließen um noch eben in die
Werkstatt mit unserem Auto zu fahren: Die Scheinwerfer hatten uns nämlich die nächtlichen Ausflüge
äußerst erschwert. Auf der Autobahn und in allen kleineren Straßen konnten wir rein garnichts
sehen. Wir fuhren also seit 3 Wochen mit Nebelscheinwerfern durch die Gegend oder versuchten
uns als "Geisterfahrer" vorwärts zu tasten. Ich will nicht beichten wie sehr wir mit unserem Leben
da gespielt hatten..
Naja in der Werkstatt aufjedenfall kam dann heraus dass das von uns als Nebelscheinwerfer be-
nutze Licht unser richtiges Licht ist und das andere nur das Standlicht war :D
Ich muss uns an dieser Stelle verteidigen: Kein Mann konnte uns über die Lichter an unserem Auto zuvor
aufklären und wenn wir das "normale Licht" angemacht hatten, leuchtete bei uns ein blaues
Zeichen auf, das wir als Nebelscheinwerfer assoizierten.
Im Endeffekt hatte der Mechaniker einen "good job" getan und lachte mit uns über diese..
nun ja.. Dummheit :-P
Anschließend verabschiedeten wir uns von den Jungs und fuhren los an die 80 km entfernte
Gold Coast, die alles andere als goldig ist sondern eher eine Verwirrung von Straßennetzen
und Baustellen darstellt. Ich habe selten mich so schlecht in einer Stadt, trotz Navi, zu
rechtgefunden. Mit kleinen Schikanen kamen wir endlich auf der richtigen Straße des Hostels
an. Hostel ist an diesem Punkt auch zu viel gesagt. Eine absolute Bruchbude, die eher einer
Drogenhölle glich. Also hieß es alles nochmal zurück: Wir fahren wieder ins YHA, mit dem wir
vorher, ausgenommen von New Castle, nur gute Erfahrungen gemacht hatten.
Das nächste Problem war aber dieses YHA zu finden. Das Navi führte uns in einen
Themenpark wo wir eine halbe Stunde herumirrten und feststellten dass wir komplett
falsch waren. Wir mussten nun also die gesamte Straße selbst absuchen.
An dieser Stelle der Reise hatte ich das erste mal Lust alles hin zu schmeißen. Ich wäre
am liebsten einfach mit dem Auto zurück nach Sydney gefahren.
An einem Straßenrand entdeckten wir schließlich unser Ziel nach gefühlten Stunden. Das Hostel
glich sofort beim ersten Anblick einem unluxoriösen Motel. "Was solls.. " dachten wir, "Scheiß Unterkunft,
aber Surfers PARADISE"
Es war dann natürlich Ironie, dass wir in ein Zimmer gesteckt wurden mit einer total
zu gedröhnten Spanierin, die sich mit einem alten elkelhaften Mann vergnügte und
drei Asiaten, die kein Wort Englisch sprachen dafür aber wunderschöne asiatische Laute
herausbrachten. Richter -sorry- Abfuck war das alles!
Anfangs nahmen wir es noch mit Humor, als wir aber (da das Hostel irgendwo in der
Pampa war) mit dem Auto erneut in die Stadt fahren mussten, traf uns fast der Schlag.
Parkplätze scheinen hier Mangelware zu sein. Aufgeladen und fertig mit der Welt
stellten wir das Auto an den Mainbeach, den man aber momentan nicht erreichen kann
da alles eine Baustelle ist. Schadeeeeeeee.
Die Innenstadt bestand dann aus einer Einkaufsstraße, ein paar abgespacten Geschäften
und Fressbuden. Das war alles mehr als unbefriedigend. Wir wollten weder in der Stadt
noch in dem komischen Hostel sein am Ende des Tages. Dieser Ort war das absolute
Grauen.
Den Abend verbrachten wir dann zu nächst bei Mcces, dann mit ein paar unsympatischen
Engländern in einer Kneipe und anschließend mit zwei Österreicherinnen in einem Irish Pub
in der Stadt.
Da wir aber die Nacht nicht in diesem chaotischen Zimmer verbringen wollten, nutzen wir die
Gelegenheit eines offenen leeren benachbarten Raumes. Das Glück schien ausnahmsweise
mit uns zu sein. Später stellte sich aber heraus, dass der Raum nur frei war, weil man die Tür
nicht mehr schließen konnte.
So schliefen wir mit unseren Rucksächen unter dem Arm in dem leeren Zimmer und hofften
dass wir nicht bestohlen werden.
wieder was gelernt!! war der tag nicht umsonst wenn man die story von dem autolicht liest!!;) ;) ,)
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